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United we stand - divided we fall
| Neue Posts | Posts von heute | Es ist: 20.03.2019, 10:21 AM | Abmelden


Das 1x1 des Adels
Erben, Heiraten, Titel, Berufe,...
#1
Überblick

Inhaltsverzeichnis

united we stand - divided we fall
Antworten
#2
Der Adel und das Divided Kingdoms

Einführung
Der Adel Die Welt des Divided Kingdoms wird – wie der Name schon sagt – logischerweise vom Adel dominiert. Wie in der Geschichte der Menschheit schon häufig praktiziert wurde, hat es auch der Adel verstanden, seine Gesellschaftsschicht selbst in mehrere Ebenen zu unterteilen und eine eigene Hierarchie zu erschaffen, die für Außenstehende durchaus verwirrend sein mag.
Öffnet man Wikipedia stößt man auf eine lange geschichtliche Auflistung von Titeln, welche sich in Herkunft, Gewichtung und Einfluss massiv unterscheiden. Zu dieser ohnehin schon komplexen Hierarchie gesellt sich zudem noch der Umstand, dass nicht jeder Titel in jedem Land vertreten ist und Titel in verschiedenen Teilen der Welt anders gewichtet sind – erschwert wird dies noch, dass manche Adelstitel sich vom Namen her ähneln, wenn nicht sogar exakt gleich sind, aber unterschiedlichen Adelsschichten angehören.

Die hier zu findende Auflistung soll es den Spielern daher erleichtern, sich in der Welt des Adels zurecht zu und den für ihre Figur passenden Rang zu finden.

Kaiser
Vergangenheit Der Titel des Kaisers, in anderen Ländern auch Zar oder Tenno genannt, entstand im alten Rom und war dem Herrscher des Römischen Reiches vorbehalten, welcher sich selbst allerdings noch als Imperator bezeichnete – das Wort Kaiser an sich hat seine Herkunft beim Beinamen der Kaiser: Caesar.
Nach dem Untergang des römischen Reiches erlebte der Titel des Kaisers am 25. Dezember 800 n. Chr. eine Renaissance, als Karl der Große, König der Franken durch Papst Leo III. zum römischen Kaiser gekrönt wurde. In der Folge wurde es zur Tradition, beziehungsweise zum ungeschriebenen Gesetz, dass nur der Papst einen Kaiser krönen konnte, was die Wechselbeziehungen zwischen der weltlichen Macht des Adels und der geistlichen Macht des Klerus verdeutlichte.

Gegenwart In der heutigen Zeit gibt es im christlichen Abendland lediglich nur noch ein Kaisertum: Österreich-Ungarn, deren Kaiser nach wie vor vom Papst gekrönt werden. Dieser Umstand entstand um die Zeit der gescheiterten französischen Revolution zwischen 1789 und 1799, als es zu einem Wahlstreit zwischen dem Königreich Österreich und Preußen kam. In der Folge wurde das Heilige Römische Reich aufgelöst und die Kaiserwürde verblieb bei den katholischen Österreichern.
In anderen Teilen der Welt gestaltet sich die Legitimation der Kaiserwürde ebenfalls durch religiösen Einfluss: Während im asiatischen Raum die Kaiser von Japan und China sich durch Fleischwerdung, beziehungsweise Abstammung von Göttern legitimieren, berufen sich die Zaren von Bulgarien auf ihre Abstammung vom Byziantinischen Reich, grenzen sich aber vom byzantinischen Basileus aufgrund der Rivalitäten zwischen Byzanz und Bulgarien ab.
Das berühmteste Zarentum, dessen Wurzeln tief in die russische Geschichte reichen, ist das Zarentum von Russland.


Titel und Anrede
Familien-
bezeichnung
Regenten (m/w)
» Ansprache
Erben (m/w)
» Ansprache
Kaiserliche
Familie
Kaiser/Kaiserin
» (Kaiserliche) Majestät
(Kron-)Prinz/Prinzessin
» (Kaiserliche) Hoheit
Zarenfamilie Zar/Zarin (Zariza)
» (Kaiserliche) Majestät
Zarewitsch/Zarewna;
Großfürst/-fürstin
» (Kaiserliche) Hoheit
Familie des
Tenno
Tennō/Kogo
» Tenno heika/Kogo heika
Shinnō/Nyoō
» Shinnō/Nyoō


Forenhinweis Im Forum wird vor die Namen der entsprechenden Länder ein "Kaiserreich/Zarenreich" gesetzt. Die einzigen Reiche im Divided Kingdoms, die über den Rang des Kaisers oder Sonderformen verfügen sind Österreich-Ungarn, Russland, Bulgarien, China und Japan.

Beispiele Österreich-Ungarn, Russland, Japan

Könige
Stellung Die Könige stellen in der Hierarchie des Adels den zweithöchsten Rang dar. Im Normalfall stellt ein König den höchsten Souverän des von ihm beherrschten Landes dar und ist dessen führender Würdenträger. Sollte sich das Königreich nicht in einer Vasallenschaft, Protektorat oder Personalunion befinden, steht über dem König kein weiterer Adliger.
In den meisten abendländischen Kulturen erfolgt die Inthronisierung des Königs durch eine Krönung, welche in der Regel von einem Geistlichen durchgeführt wird und strengen Ritualen folgt, die sich aber je nach Religion, Kultur und Geschichte des jeweiligen Landes voneinander unterscheiden können.

Sonderform Großfürst Eine Sonderform des Königs ist der Großfürst, ein Titel der normalerweise nur von den Prinzen und Prinzessinnen des russischen Zarenreiches geführt wird. Dieser Titel ist historisch bedingt und wurde ursprünglich nur von den Fürsten der Rus, den Vorläufern der russischen Adligen, getragen und später in die von ihnen beherrschten Landesteile getragen. Das einzige heute noch existierende Großfürstentum ist Litauen, welches sich in einer Doppelmonarchie mit Polen befindet. Das Großfürstentum Litauen ist daher das einzige Land, dessen Monarch den Titel Großfürst führt.

Titel und Anrede
Familien-
bezeichnung
Regenten (m/w)
» Ansprache
Erben (m/w)
» Ansprache
Königliche
Familie
König/Könign
» (Königliche) Majestät
(Kron-)Prinz/Prinzessin
» (Königliche) Hoheit
Großfürst
und Familie
Großfürst/-fürstin
» (Großfürstliche)
Durchlaucht
Erbgroßfürst/-fürstin
» Hoheit


Forenhinweis Da die Königreiche mit Abstand am häufigsten sind, bleibt es hier bei der Nennung des Landesnamens.

Beispiele Preußen, Kenia, Australien

Großherzog
Stellung Der Großherzog ist in der Rangfolge des Adels der dritthöchste Adelstitel, der in der Welt des Divided Kingdoms existiert. Zunächst als einem Kaiser oder König untergeordneter Titel vorgesehen, haben sich die meisten Großherzöge und ihre Länder gegenüber ihren vormaligen Herren gegenüber emanzipiert und eigene Reiche erstellt, die im Vergleich zu Königreichen zumeist an Größe nachstehen, jedoch in der Welt dennoch über ein gewisses Maß an Einfluss verfügen.
In Bezug auf seine Inthronisierung, Befugnisse, Rechte und Pflichten gleicht ein Großherzog dem König.

Titel und Anrede
Familien-
bezeichnung
Regenten (m/w)
» Ansprache
Erben (m/w)
» Ansprache
Großherzogen-
familie
Großherzog/-herzogin
» (Königliche) Hoheit
» Allerdurchlauchigst
Erbgroßherzog/-herzogin;
Prinz/Prinzessin
» Hoheit


Forenhinweis Die einzigen in der Welt bekannten Großherzogtümer sind Baden, Alaska, Oldenburg, Mecklenburg-Schwerin und das amerikanische Großherzogtum Cambria.
Im Forum wird vor die Namen der entsprechenden Länder ein "Großherzogtum" (abgekürzt: "Ghzgt.") gesetzt.

Herzog
Stellung Noch immer zum Hohen Adel gehörend, bildet der Herzog die nächste Stufe der adeligen Hierarchie. In der Regel ist ein solcher Adliger einem König oder Kaiser unterstellt, allerdings ist es in der Geschichte vorgekommen, dass mehrere Herzogtümer ihre Unabhängigkeit gegenüber einer Königskrone bewahren oder erreichen konnten.
Generell neigen Könige dazu, sich von unabhängigen Herzogtümern nicht so bedroht zu fühlen wie von anderen Königreichen, allerdings haben einzelne Beispiele wie das Herzogtum von Burgund eindeutig bewiesen, dass sich Königreiche vor unabhängigen Herzogtümern in Acht nehmen sollten. Denn letztendlich sind Titel nur Schall und Rauch und am Ende entscheiden die Ressourcen und das, was man daraus macht.

Titel und Anrede
Familien-
bezeichnung
Regenten (m/w)
» Ansprache
Erben (m/w)
» Ansprache
Herzogen-
familie
Herzog/Herzogin*
» Hoheit*
» Durchlaucht
Prinz/Prinzessin
» Hoheit

Ausnahme (*) So ein Mitglied der königlichen oder kaiserlichen Familie den Herzog stellt, so lautet die Anrede königliche bzw. kaiserliche Hoheit. Beispiele: Island, Kaiserreich Österreich-Ungarn


Forenhinweis Im Forum wird vor die Namen der entsprechenden Länder ein "Herzogtum" (abgekürzt: "Hzgt.") gesetzt.

Beispiele Herzogtum Burgund, Herzogtum Aquitanien [Frankreich], Herzogtum Fejér-Tolna [Österreich-Ungarn]


Landgraf
Stellung Obwohl der Titel des Landgrafen den Bestandteil „Graf“ beinhaltet, gehören die Angehörigen dieses Ranges noch zum hohen Adel. In der Regel den Herzögen in etwa gleichgestellt, findet sich dieser Titel lediglich im rein deutschsprachigen Raum. Dennoch sind Landgrafschaften im Laufe der Jahrhunderte immer seltener geworden, bis es bei der Auflösung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation lediglich nur noch eine Hand voll gab, die entweder in größeren Reichen aufgingen oder in wenigen Fällen sich ihre Unabhängigkeit bewahren konnten. In wenigen Fällen auch den Standesherren zugeordnet.

Titel und Anrede
Familien-
bezeichnung
Regenten (m/w)
» Ansprache
Erben (m/w)
» Ansprache
Landgräfliche
Familie
Landgraf/-gräfin
» Durchlaucht
Prinz/Prinzessin
» Hoheit


Forenhinweis Im Forum wird vor die Namen der entsprechenden Länder ein "Landgrafschaft" (abgekürzt: "Lgrfsch.") gesetzt. In der heutigen Welt existieren nur noch lediglich die Landgrafschaften Thüringen und Hessen-Kassel als unabhängige Landgrafschaften.

Beispiele Landgrafschaft Thüringen, Landgrafschaft Hessen-Kassel

Markgraf
Stellung Der Markgraf ist ein weiterer Adelstitel, der trotz dem Grafen im Titel über anderen Adelstiteln wie zum Beispiel dem Fürsten steht – aber dennoch unter dem des Herzogs.
Im Hochmittelalter erlebte der Markgraf im Angesicht der Verbreitung von sogenannten Marken sein höchstes Ansehen, während dies jedoch während der folgenden Jahrhunderte Stückchen für Stückchen abnahm, bis er sich als Zwischenstufe zwischen dem Herzog und dem Grafen etablierte.
Damit ist der Markgraf als Grenze zwischen niederem und hohem Adel anzusehen. Besonders in französisch-sprachigen Königreichen erfreut sich der Markgraf bis heute allerdings in seiner Form als Marquis reger Verwendung.


Titel und Anrede
Familien-
bezeichnung
Regenten (m/w)
» Ansprache
Erben (m/w)
» Ansprache
Markgräfliche
Familie
Markgraf/-gräfin
» Durchlaucht
» Erlaucht
Prinz/Prinzessin
» Hoheit


Forenhinweis Im Forum wird vor die Namen der entsprechenden Länder ein "Markgrafschaft" (abgekürzt: "Mgrfsch.") gesetzt.

Beispiele Markgrafschaft Brandenburg [Preußen], Markgrafschaft Verona [Italien]

Fürsten
Stellung Die Fürsten bilden mit einen der wichtigsten Adelstitel in der gesamten Hierarchie des Adels. Dies liegt schlicht und ergreifend daran, dass das Wort „Fürst“ zusammenfassend für so gut wie jeden Adligen im Laufe der Geschichte verwendet worden ist (vgl. Mittelalter: weltliche und geistliche Fürsten). In der Regel gehören Fürsten – ähnlich dem Herzog, Landgrafen und Markgrafen - dem sogenannten „vasalliisierten“ Adelsstand an, was bedeutet dass sie oftmals einen Herzog, König oder Kaiser über sich haben, der ihren Vorfahren – oder dem amtierenden Fürsten selbst – das Fürstentum zu Lehen gegeben hat. Dies bedeutet, dass der Fürst Abgaben in Form von Steuern an den ihn kontrollierenden Adligen oder Monarchen abzuführen hat.

Besonderheiten Dennoch gibt es auch innerhalb dieses Ranges einige Fürstentümer, die es im Laufe der Zeit geschafft haben, sich ihre Unabhängigkeit zu erkämpfen oder zu erreichen.
Diese sind namentlich das Fürstentum Vogtland und das Fürstentum Liechtenstein, wobei dem Vogtland vom ehemaligen Deutschen Kaiser die alleinige Würde des Titels Hochfürstliche Durchlaucht gewährt worden ist.


Titel und Anrede
Familien-
bezeichnung
Regenten (m/w)
» Ansprache
Erben (m/w)
» Ansprache
Fürsten-
familie
Fürst/Fürstin
» Hoheit
» Durchlaucht
» Fürstliche Gnaden
(Erb-)Prinz/Prinzessin;
(Erb-)Graf/Gräfin
» Hoheit


Forenhinweis Im Forum wird vor die Namen der entsprechenden Länder ein "Fürstentum" (abgekürzt: "Fürst.") gesetzt.

Beispiele Fürstentum Liechtenstein, Fürstentum Vogtland

Grafen
Stellung Der vielleicht häufigste Adelstitel in der Welt ist der des Grafen. Grafen befinden sich immer in einer von einem höheren Adelstitel abhängigen Beziehung, da eine Grafschaft nicht die Mittel und Beziehungen aufbringen kann, um eine Unabhängigkeit auf Dauer zu gewährleisten. Zudem ist der Graf der höchste Rang des niederen Adels.
Dies stellt den Rang des Grafen auch in eine wichtige Beziehung den ihn kontrollierenden Adelsrängen, ist der Graf zwar von beispielsweise seinem Herzog abhängig, der Herzog ist allerdings auch auf die Abgaben seiner Grafen angewiesen, da er ohne diese nicht die fälligen Steuern bei seinem Monarchen abgeben kann.
In Frankreich und England als Comte bezeichnet, hat sich im Laufe der Jahrhunderte ebenfalls die Unterart des Vicomte heraus gebildet, welcher als Bindegliedstitel zwischen Graf und Baron angesehen wird.

Titel und Anrede
Familien-
bezeichnung
Regenten (m/w)
» Ansprache
Erben (m/w)
» Ansprache
Grafen-
familie
Graf/Gräfin
» Erlaucht
» Hochgeboren
Erbgraf/-gräfin;
nur w: Komtess/Comtesse
» Hoheit/Comtesse


Forenhinweis Im Forum wird vor die Namen der entsprechenden Länder ein "Grafschaft" (abgekürzt: "Grfsch.") gesetzt.

Beispiele Grafschaft Piemont [Italien], Grafschaft Provence-Alpes-Cóte d‘Azur [Frankreich]

Baron
Stellung Die Barone bilden den Grundpfeiler der adligen Herrschaft. Je nach Land trägt der Baron einen entsprechenden Titel, jedoch hat sich der des Barons als allgemeiner Usus eingebürgert. Baronien sind die kleinste Form eines Herrschaftsgebietes und können eine, selten mehrere Gemeinden und/oder Stammsitze umfassen.
Baron ist der höchste Titel, der in der Regel von Monarchen an Bürgerliche für besondere Dienste verliehen wird.

Titel und Anrede
Familien-
bezeichnung
Regenten (m/w)
» Ansprache
Erben (m/w)
» Ansprache
Baronen-
familie
Baron/Baronin
» Hochwohlgeboren
Baron/Baronesse
» Hoheit


Forenhinweis Im Forum wird vor die Namen der entsprechenden Länder ein "Baronie" (abgekürzt: "Brn.") gesetzt.

Beispiele Baronie Tule [Russland]


Ritter, Edlen und Herren
Stellung Als sogenannte Nachfahren des Schwertadels gehören die Ritter, Edlen und Herren zum niedrigsten Rang des Adels.
Diese Adligen sind in der Regel die Nachfahren von Rittern, welche als Vasallen höhergestellten Adligen gedient haben oder Bürgerlichen, die für ihre Dienste in den Adelsstand erhoben worden sind (vgl. englische Sirs). Auch heute noch kann ein Bürgerlicher in diesen Adelsstand erhoben werden. Normalerweise verfügen diese Adligen über keinen Grundbesitz und wenn, dann lediglich über einen Stamm- oder Landsitz, in sehr seltenen Fällen eine Gemeinde.
Es geschieht sehr selten, dass dieser Adelsstand gleich in der ersten Generation gesellschaftlich aufsteigt, dies kann nur durch eine entsprechen Heirat und damit verbunden einer entsprechenden Erb- und Heiratsregel geschehen.
Sehr oft sind derartige Adlige Mitglieder des Militärs oder verdiente Bürger ihres Landes.

Titel und Anrede
Familien-
bezeichnung
Regenten (m/w)
» Ansprache
Erben (m/w)
» Ansprache
Adelige und Familie Ritter;
Edler/Edle;
Herr/Frau
» Hochwohlgeboren
Ritter;
Edler/Edle;
Herr/Frau
» Hoheit


Beispiele bisher keine vergeben


Standesherren
Sonderstellung Abseits der bisher vorgestellten Adelstitel stehen die sogenannten Standesherren. Dieser Begriff ist eine Sammelbezeichnung für deutsche Adlige, die während der Reichsauflösung 1806 ihre Souveränität (Herrschaftsrecht) verloren hatten.
Das Schicksal dieser Adelsfamilien wurde erst im Jahre 1815 während des sogenannten Königsgipfels in Wien erörtert, als festgelegt wurde, dass diese Familien zwar nicht ihre Herrschaft zurück erlangen, jedoch nach wie vor mit denselben Privilegien wie ihre herrschenden Rangvettern ausgestattet sein sollten.

In der sogenannten Auflösenden Reichsakte wurde im Artikel 14 festgelegt, wie diese Rechte aussehen sollten und exakt aufgeführt, welche Familien in den standesherrlichen Rang aufgenommen und wem diese Aufnahme verwehrt bleiben sollte.
Von dieser Akte betroffen sind Familien aus den Rängen der Herzöge, Fürst und Graf.
Den Standesherren blieben weiterhin ihre Anreden Durchlaucht und Erlaucht erhalten, allerdings bleibt ihnen in Ermangelung einer Herrschaft der Zusatz „von Gottes Gnaden“ verwehrt.

Beispiele Bisher im Divided Kingdoms aufgetauchte standesherrliche Familien sind die Fugger, Metternich-Winneburg und die zur Kaiserwürde aufgestiegenen Schwarzenbergs.

© 2017 by Jan exklusiv für das Divided Kingdoms
Antworten
#3
Erbrecht für Anfänger

Prolog
Nirgendwo in der Gesellschaft ist die Frage um die Erbschaft derart reglementiert wie dies in den Reihen des Adels der Fall ist und aus diesem Grund haben sich im Laufe der Jahrhunderte so genannte Erbschaftsgesetze entwickelt, welche in der Welt des Divided Kingdoms nahezu ausnahmslos ihre Anwendung finden.

Man unterscheidet zwischen Primären Erbschaftsrecht und Sekundärem Erbschaftsrecht, wobei ersteres regelt, wer erbberechtigt ist und zweiteres, auf welche Art und Weise das Erbe des verschiedenen Herrschers aufgeteilt wird.

Ein Erbschaftsgesetz setzt sich immer aus einem primären Attribut und einem sekundären Gesetz zusammen. Dabei sollte natürlich beachtet werden, dass in den meisten Erbschaftsgesetzen der Anspruch auf ein Erbe nicht verfliegt, es sei denn die Regelung ermöglicht es oder ein Erbe scheidet durch Heirat aus.
Darüber hinaus spielt auch die Art, wie Kinder verheiratet werden eine große Rolle über ihre Rolle innerhalb einer Erbschaftsregelung.

In dieser Übersicht findet ihr real existente, bzw. historische Erbschaftsregelungen. Es darf deshalb nicht verwundern, dass Männern meistens der Vorrang gegeben wird - Gleichberechtigung spielt in der Geschichte doch eher eine Ausnahmerolle.

Primäre Erbschaft
vollkommen agnatisch – lediglich männliche Nachkommen werden berücksichtigt. Sollte eine Tochter einen männlichen Nachkommen zeugen, ist dieser in der Regel nicht erbberechtigt. In einem solchen Erbschaftsfall, dass ein Monarch lediglich Töchter hat und diese Söhne zur Welt gebracht haben, werden diese bei der Erbschaft nicht berücksichtigt und die Krone geht an den nächsten männlichen Anverwandten.
Diese Regelung nennt man auch Salisches Recht.

agnatisch-kognatisch – legt fest, dass männliche und weibliche Erben in der Regel gleichberechtigt sind. Jedoch wird hierbei männlichen Erben nach wie vor der Vorzug gegeben. Sollte ein Monarch lediglich Töchter besitzen, so erbt die Älteste die Krone, solange keine ihrer Schwestern einen Sohn gebiert. In diesem Falle erbt besagter Sohn.

vollkommen kognatisch – Hier sind ausnahmslos alle Kinder beiderlei Geschlechts gleichberechtigt.

Sekundäre Erbschaft
Primogenitur ist die am weitesten verbreitete Erbschaftsregelung. Diese sieht vor, dass das älteste erbberechtigte Kind eines Herrschers alle dem Herrscher gehörenden Titel erbt. Logischerweise gehen seine Geschwister dabei leer aus.

Ultimogenitur – Wie die Primogenitur ist die Ultimogenitur ein „absolutes“ Erbgesetz, das keine Aufteilung des Erbes vorsieht. In diesem Falle erbt aber das jüngste Kind des Herrschers.

Erbteilung – Die Erbteilung ist besonders in Ländern beliebt, in denen der Monarch mehr als einen Titel auf sich vereint. Das älteste Kind erbt hierbei den Primärtitel (im Falle eines Königreichs logischerweise dieses), während die weiteren Titel unter den anderen Kindern aufgeteilt werden.
In diesem Erbgesetz ist es dem Monarchen verboten, Herzogs- und Grafentitel zu zerschlagen, da dies das Erbe seiner Kinder benachteiligen könnte.
Beispielsweise in Frankreich würde das älteste (erbberechtigte) Kind die Krone Frankreichs erben, das zweite erbberechtigte Kind das Herzogtum von Anjou und die Grafschaft von Alençon geht an das nächste Kind der Erbfolge.
Sollte eines der Kinder vorzeitig sterben, überträgt sich sein Anspruch auf sein Kind.

Wahlweise Erbteilung – Die Titel des verstorbenen Herrschers werden unter den Erben und dem Haupterben aufgeteilt, wobei letzterer von den Herzögen des Landes innerhalb der Erben ausgewählt wird. Grundsätzlich erbt aber das erstgeborene Kind, sollte es zu keiner Wahl kommen. Auch hier gilt das Verbot der Titelvernichtung. In König- und Kaiserreichen ist die Schaffung von Königstitel für jüngere Kinder möglich, wobei der Haupterbe dazu angehalten ist, seinen Miterben die Unabhängigkeit zu gewähren, sollten diese das wünschen.

Senioratsprinzip – Das Senioratsprinzip beschreibt ein Gesetz, welches das älteste Mitglied einer Dynastie zum Haupterben erklärt. Diese Regelung erstreckt sich allerdings lediglich auf die „Hauptlinie“ des jeweiligen Reiches. Sollte beispielsweise Pawel Bathóry von Polen-Litauen sterben, so sind lediglich die Angehörigen der direkten polnischen Bathóry-Dynastie (Sachsen, Bayern und Polen-Litauen) in diese Regelung inbegriffen. Weitere Verwandtschaft wie die Romanows oder Molevics nicht.
Diese Regelung erzeugt durch ihre Komplexität nicht selten Erbschaftsstreitigkeiten und Erbschaftskriege.

Wahlmonarchie – Bekannt aus dem Heiligen Römischen Reich beschreibt die Wahlmonarchie die Regelung, wonach der Erbe des verstorbenen Monarchen gewählt wird. Hierzu stellen sich mehrere Kandidaten zur Wahl, wobei ausländische Adlige nur dann teilnehmen dürfen, sollten sie einen Anspruch besitzen.
Die Zusammensetzung des Gremiums der Wahl- oder Kurfürsten, welche letztendlich den Monarchen bestimmen, hängt vom jeweiligen Land ab, jedoch sind diese ausschließlich Adlige oder hochrangige Mitglieder der Landeskirche.

Heirat
Neben der Masse an verschiedenen Erbschaftsgesetzen kann auch entscheidend sein, wie ein Herrscherkind verheiratet worden ist. In der Regel halten es die herrschenden Häuser so, dass Kinder, welche den Nachnamen ihrer Familie durch Heirat verloren haben, aus der Erbfolge ausscheiden und in der Folge nicht mehr erbberechtigt sind.

Patrilinearität – die geläufigste Form der Heirat. Die Patrilinearität beschreibt, dass das Brautpaar den Familiennamen des Bräutigams annimmt und die aus der Ehe hervorgehenden Kinder tragen den Namen des männlichen Ehepartners. Töchter, die auf diese Weise verheiratet werden, verlieren jeglichen Erbschaftsanspruch, ebenso ihre Kinder.

Matrilinearität – Das Gegenteil zur Patrilinearität. Die Matrilinearität beschreibt den Vorgang, dass das Brautpaar den Familiennamen der Braut annimmt und die aus dieser Verbindung hervorgehenden Kinder den Nachnamen der Mutter tragen werden. Diese Form der Hochzeit wird bevorzugt gewählt, wenn der Monarch eine Tochter als Erben hat und die Krone in der Familie halten will. Folglich wird eine matrilineare Hochzeit angestrebt, um eine Einmischung fremder Mächte zu verhindern.

Uneheliche Kinder
Man sollte sich keine Illusionen darüber machen, dass uneheliche Kinder irgendeine Chance auf etwaige Ansprüche hätten – im besten Fall kann die Mutter noch darauf hoffen, vom Vater des Kindes eine Abfindung oder dauerhafte finanzielle Zuwendung zu erhalten; dies ist aber eher die Ausnahme denn die Regel.

Dennoch spielen Bastarde in der royalen Welt eine gewisse Rolle – insbesondere, wenn es die Kinder einer Mätresse sind -, weswegen man kurz ein paar Worte zu ihnen verlieren sollte.

Im Grunde gibt es drei „Arten“ von Bastarden, welche je nach Grad ihrer „Legitimation“ eine Rolle in royalen Familien spielen können.
  • Als erstes wäre hierbei wohl einfach nur das uneheliche Kind zu nennen. Die Mutter kann zwar behaupten, dass es von einem bestimmten Adligen ist, aber weit dürfte sie damit nicht kommen – im besten Falle überleben Mutter und Kind die „offensichtlichen Lügen dieser Verrückten“.

  • An zweiter Stelle steht der anerkannte Bastard. Der Vater erkennt sein Kind als das seine an, jedoch ist dieses Kind weiterhin von der Erbfolge des Königreiches ausgeschlossen. Es kann passieren, dass ein solches Kind später einmal von seinem Erzeuger in Hofämter oder gute Positionen gehoben wird, allerdings wird ein anerkannter Bastard niemals mehr erwarten können.

  • Der legitimierte Bastard ist im Grunde gleichwertig zu einem ehelich gezeugten Kind. Der Vater hat das Kind anerkannt und in seine Familie aufgenommen. Fortan trägt der Bastard den Familiennamen seines Vaters und hat einen festen Platz zwischen seinen royalen Geschwistern in der Thronfolge. Natürlich sorgt dies für Unmut unter den Königskindern, allerdings kann so ein legitimiertes uneheliches Kind einiges an politischem Gewicht bedeuten.

    Eine weltweit anerkannte Legitimation kann jedoch nur der Monarch des jeweiligen Landes vornehmen.

    Wie mit der – vermutlich bürgerlichen - Mutter verfahren wird, obliegt selbstredend dem Herrscher.

    Ausgenommen von der Regelung der unehelichen Kinder sind natürlich jene Kinder, die einer Verbindung mit einer Konkubine oder Zweitfrau entstammen. Wie dies geregelt ist obliegt allerdings der jeweiligen Nation.

Wenn eine Adlige ein uneheliches Kind empfängt, so kann man im Grunde vom gesellschaftlichen und sozialen „Mord“ dieser Dame ausgehen. Allerdings kann es in sehr seltenen Fällen vorkommen, dass ihr Mann, Vater oder der Monarch ihres Landes einen Akt der Gnade durchführt und das Kind als das legitime Kind der Adligen anerkennt. Demnach wäre ein solches Kind denselben Regeln untergeordnet wie ein legitimierter Bastard.

Danke an Jan (Marcus Bathóry)
Antworten
#4
Ein Sonderfall bei Hofe: Die Mätressen

Prolog
Die Rolle der Mätresse ist eine, die vielschichtig bewertet werden muss. Für den gewöhnlichen Mann, der vom politischen Gefüge bei Hofe nicht viel versteht, mag eine derartige Dame dem Charakter einer bessere Prostituierten recht nahe kommen, jedoch beweisen die einfachen Gemüter damit sehr wenig Verständnis für die Komplexität des fürstlichen Hofes.
Die Funktion der „Maîtresse en titre“ mag denen eines Hofamtes recht nahe kommen und im Bezug aufs Divided Kingdoms ist es daher einfacher, von einem solchen zu sprechen. Im Folgenden wird vom königlichen Hofe gesprochen, gemeint sind aber natürlich alle hochadligen Höfe des DK. Für die genaue Grenze zwischen Hoch- und Niederadel sollte bitte der entsprechende Infotext konsultiert werden.

Der Weg zur Macht
Die Mätresse ist die tatsächliche, bzw. angebliche Geliebte eines Königs. Diese ist sie jedoch in der Tat erst offiziell, wenn zwei Dinge geschehen sind: Zum einen muss sie der Königin offiziell am Hof vorgestellt worden sein, zum anderen einen Platz bei Hofe – also eine Unterkunft – zugewiesen bekommen haben. Der Umstand, dass sie danach wie alle anderen Höflinge ein offizielles Gehalt aus der Hofkasse bezieht stützt dabei den Charakter des Hofamtes.
Die Aufgaben einer Mätresse liegen natürlich in der Beziehung zum König, jedoch erfüllt sie auch gleichzeitig die Funktion der schönen, gebildeten Gastgeberin, deren Aufgabe es ist, den Hof zum angesehenen Mittelpunkt des Landes zu machen.
Nahezu immer sind Mätressen soziale Aufsteigerinnen, deren volle Laufbahn vom Bürgertum bis zum niederen Adel reichen kann. Dazu gesellen sich drei weitere Umstände:

1. Eine Mätresse ist oftmals bereits mit einem Mann aus dem niederen Adel verheiratet. Da für den Niederen Adel nicht unbedingt die gleichen Ehebeschränkungen gelten müssen, wie für den Hohen Adel ist es daher durchaus möglich, eine „Mischehe“ zwischen Adel und Bürgertum anzutreffen.
2. Die Mätresse ist meistens bereits älter, das heißt selten jünger als 25 Jahre – schließlich möchte sich der König keine unerfahrene Geliebte an seine Seite holen.
3. Eine niedere Adlige, die es wünscht, in die Gunst des Königs zu kommen, kann dies nicht allein tun. In der Regel wird sie durch ihren Mann oder einen bereits am Hof etablierten Günstling/Adligen an den Hof geholt und in die dort herrschende Gesellschaft eingeführt.

Das nun folgende Ritual folgt stets denselben Regeln und kann im Grunde als öffentliches Schauspiel angesehen werden: Oftmals ist der Auslöser der Beziehung zwischen König und Mätresse eine Liebesgeschichte, die öffentlich am Hofe statt findet und „ausgespielt“ wird.
Allerdings ist Liebe allein kein Indikator für den Erfolg der adligen Dame, um die offizielle Mätresse des Königs zu werden.
Wie alles bei Hofe unterliegt auch dieser Aufstieg guter alter Vetternwirtschaft und wer aufsteigen möchte, braucht eine Gruppe von Freunden – eine „Partei“ - die für einen arbeitet und Türen öffnet. In diesem Falle spielt der Mann der Mätresse eine große Rolle, der mit seinem Einfluss bei Hofe dafür sorgen kann, dass seine Frau mithilfe der um sie platzierten Günstlinge, zu einer der mächtigsten Frauen des Landes aufsteigen kann – logischerweise profitiert er selbst davon früher oder später.

Wechselspiel: Die Mätresse und der König
Ein kluger Monarch wird den Einfluss, den eine Mätresse bei Hofe hat, nicht unterschätzen. „Alle Wege führen nach Rom“ ist hier eine passende Metapher, denn wenn es der Mätresse gelingt, sich am Hof zu mehr zu etablieren als der Geliebten des Königs, so ist sie in der Lage, viele Höflinge von sich abhängig zu machen, da diese über sie an ein Hofamt gekommen sind.
Folglich ist es nur logisch, dass sollte ein Höfling das Wohlwollen der Mätresse verlieren, seine Karriere vorbei sein kann. Umgekehrt kann das Wohlwollen der Mätresse dasselbe verhindern, selbst wenn der Höfling die Gunst des Königs verloren hat – all das hängt damit zusammen, wie sich die Mätresse positionieren konnte und ob sie damit weitaus mehr ist, als ein kleiner Bettwarmhalter.
Dabei spielen auch die Kinder der Mätresse eine wichtige Rolle: Diese können niemals einen Platz in der Thronfolge erhalten, jedoch ist es durchaus möglich, eine Dynastie von Hofamtsinhabern zu erschaffen, deren Wurzeln auf einer Liaison zwischen dem König und einer Mätresse basieren. Die Mätresse und ihre Kinder sind auch in sofern wichtig, als dass sie den Adel an den absolutistischen Höfen des Divided Kingdoms in Schach halten können – gleichzeitig sorgt der Adel dafür, dass die Bastarde und neuen Günstlinge nicht zu übermächtig werden und letztendlich alles vom König abhängt – ein politisches Wechselspiel.

Auf Augenhöhe: Die Mätresse und die Königin
Die vielleicht wichtigste Regel für eine Mätresse ist simpel: Leg dich niemals mit der Königin an.
Bei wichtigen offiziellen Anlässen pflegen Mätressen gemeinsam mit König und Königin aufzutreten, weswegen es absolut unabdingbar ist, dass der Königin die ihr zustehende Ehre erwiesen wird, was sich durch ihre Position, ihr Erbe und ihre Funktion in ihrer Rolle als Königin schon von selbst definiert.
Dies bedeutet konkret, dass ein offener Ehebruch trotz der Existenz der Mätresse an nahezu jedem Hof nicht selbstverständlich ist. Es mag bekannt sein, dass es sich um eine Dreiecksgeschichte zwischen König, Königin und Mätresse handelt, in der Öffentlichkeit hat eine Mätresse ihre Position als Dame des Hofes zu kennen und zurück zu stehen. Ein Bruch mit diesem ungeschriebenen Gesetz oder gar der Versuch einer Intrige gegen die Königin wird daher stets zu Missgunsten der Mätresse ausfallen, von denen soziale Ächtung oder Entlassung vom Hof noch die geringsten an möglichen Auswirkungen wären.

Die Spinne im Netz: Die Mätresse und der Hof
Da die Könige des Divided Kingdoms sich in den meisten Fällen als absolutistische Herrscher verstehen, ist es nur nachvollziehbar, dass sie ihre Höfe zu einem Instrument der Herrschaft über den Adel aufbauen, bzw. aufgebaut haben.
Die Mätresse spielt im Idealfall – sofern es ihr Einfluss zulässt – in diesem sozialen Netz eine wichtige Rolle: Sie ist der Zugang zum König und über sie kann man an Amt und Einkommen in einer neuen Verwaltung oder sogar bei der Neuvergabe von Titeln bevorzugt werden.
Dabei geben nicht nur die Königin und die Mätresse, sondern auch die übrigen Hofdamen den Ton an, der auf den Tugenden von Höflichkeit, Gefälligkeit und Rücksichtnahme basiert.
Folglich avancieren die Königin als unantastbare Figur in diesem Spiel und die Mätresse als Schlüssel zu König und Königin zu Leitbildern der Hofkultur, nach denen sich die Höflinge und Mitglieder des Hofes zu richten haben.

Der Staat bin ich: Politische Einflussmöglichkeiten
Von einem allgemeinen politischen Einfluss einer Mätresse kann man in der Tat nicht sprechen, sind die meisten Damen dieses Schlages eher weniger aus politischen Gründen in Amt und Würden. Jedoch kann es durchaus vorkommen, dass ein König eine Mätresse aus exakt diesen Gründen erwählt und zu sich nimmt. Dies kann diverse Gründe haben, beispielsweise um eine politische oder völkische Gruppe im eigenen Königreich zufrieden zu stellen oder aber mehrere Parteien bei Hofe zufrieden zu stellen und durch die geschickte Verteilung von Hofämtern, keine zu stark werden zu lassen – beispielsweise empfiehlt es sich hier auch, sich mit den Kindern des Königspaares gut zu stellen.
Die dritte Möglichkeit hängt mit der Person des Königs zusammen, der – sollte er Umgangsschwierigkeiten mit Menschen haben – seine Mätresse als Privatsekräterin engagieren kann, damit diese den Strom an Menschen, die zu seiner Majestät zu kommen wünschen, ausdünnt.
Diese Formen verlangen natürlich höchstes politisches Geschick von der Mätresse und salopp gesagt sind die meisten politischen Zusammenarbeiten zwischen König und Mätresse, die über den Hof hinaus reichen, nicht von Erfolg gekrönt.

Danke an Jan (Marcus Bathóry)
Antworten
#5
Die Graue Dynastie

Was ist die Graue Dynastie?
Die graue Dynastie ist ein Geheimbund, dessen erklärtes Ziel es ist, den status quo zu erhalten. Das bedeutet, dass die absolutistische Herrschaftsform als das Ideal einer Monarchie angesehen wird. Andere Formen der Monarchie werden geduldet, sofern keine Bürgerlichen gesetzgebendes Mitspracherecht besitzen. Die Vermischung von adeligem und bürgerlichen Blut ist ein absolutes Tabu, gegen das gegebenenfalls auch aktiv vorgegangen wird.

Mitgliedschaft
Mitglied in der Grauen Dynastie ist stets nur der Monarch, bzw. auf dessen Wunsch auch sein Ehepartner. Erben, selbst die direkten Nachfolger, dürfen nicht über die Mitgliedschaft unterrichtet werden. Man versucht damit, die Gefahr einer Aufdeckung möglichst gering zu halten. Stirbt der Monarch, weist ein anderes Mitglied der Dynastie seinen Nachfolger unverzüglich in Rechte und Pflichten ein. Die Mitgliedschaft wird also automatisch übertragen, ein Austritt ist eigentlich nicht vorgesehen. Neben Königen, Kaisern und Fürsten können auch niederrangige Adelige Teil der Dynastie sein, sofern die Gesetzgebung ihres Landes mit den Werten der Dynastie zusammen passt.

Neben Adeligen gibt es auch einige wenige auserwählte Bürgerliche, die Teil der Dynastie sind. Diese Mitgliedschaft ist nicht vererbbar, der adelige Teil der Grauen Dynastie vergibt die Mitgliedschaft an einflussreiche, absolut kronloyale Untertanen, von denen man sich explizit Vorteile für die Dynastie erwartet. Dazu zählen hochrangige Militärs, Inhaber von wichtigen Medienunternehmen, Wissenschaftler und Inhaber von Rüstungsunternehmen.

Eine Beendigung der Mitgliedschaft findet mit dem Tod des Mitglieds statt. Diese Regel ist insbesondere auf Monarchen anzuwenden, die der Meinung sind "austreten" zu müssen.

Es ist möglich, der Grauen Dynastie beizutreten. Allerdings nicht auf eigenes Bestreben hin, sondern durch Empfehlung eines Mitglieds und einstimmigen Beschluss der Anwesenden einer Versammlung der Grauen. Erst dann wird auf das auserkorene Mitglied zugegangen und vorgefühlt, ob es sich tatsächlich als Mitglied eignet, ehe man es tatsächlich aufnimmt.

Zielsetzung und Durchsetzung
Die Erhaltung des reinen Adels ist das primäre Ziel der Dynastie. Dafür setzt man auch in Ländern, die nicht Teil der Dynastie sind, Maßnahmen um, um die Wunschvorstellungen der Dynastie zu erreichen.

Dazu zählen Miskreditierung des regierenden Herrscherhauses, gezielte "Black Ops", also Attentate, auf unerwünschte bürgerliche Ehepartner und unter Umständen auch deren adeligen Gegenpart. Das ist auch der Grund, warum die Dynastie ihre Existenz geheim halten möchte. Es ist viel praktischer, solche Attentate in die Schuhe von Rebellen schieben zu können.

Die Vermischung von adeligem und bürgerlichen Blut ist ein absolutes Tabu für die Dynastie. Dazu zählen auch Bastarde, die mit Bürgerlichen gezeugt wurden. Innerhalb der Dynastie wird vom Herrscher erwartet, dass er sich dieser "Mischlinge" selbstständig entledigt. Tut er das nicht, kann es Konsequenzen auf das gesamte Herrscherhaus haben, also die Ermordung des Bastards und seines Elternteils gleichermaßen.

Um ihre durchaus blutigen Aufräumaktionen durchzuführen, greift die Dynastie je nach Region auf verschiedene fixe Ansprechpartner zurück. In Osteuropa fungiert so beispielsweise das polnisch-litauische Königshaus als Vollstrecker. Spieler können sich an das Team wenden, wenn sie Vollstrecker für ihre Region sein wollen.

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