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United we stand - divided we fall
| Neue Posts | Posts von heute | Es ist: 20.03.2019, 10:20 AM | Abmelden


Historias im DK
Alternative, festgelegte Geschichtsschreibung
#1
Überblick

Inhaltsverzeichnis

united we stand - divided we fall
Antworten
#2
Die Geschichte Europas

Konflikte und Ereignisse in den Jahren 1789 bis 1815
Zeitraum 1789-1815

Ort Europa

Beteiligte Nationen
Frankreich, Preußen, Österreich-Ungarn, Russland, Italien, Württemberg, Baden, Hessen, Vogtland, Thüringen, Bayern, Liechtenstein, Hannover, Oldenburg, Polen-Litauen, Schweden, Dänemark-Grönland, Burgund, England, Spanien

Zeittafel
14. Juli 1789: An diesem Tag lässt sich der Beginn der Französischen Revolution mit dem Sturm auf die Bastille – dem berüchtigten Pariser Gefängnis – festlegen.

21. Januar 1793: Nach der Aburteilung in einem offensichtlichen Scheinprozess, wird das Urteil gegen Louis XVI. vollstreckt.

16. Oktober 1793: Königin Marie Antoinette folgt ihrem Gatten in den Tod, nachdem sie ihren Kopf auf das Schafott gebettet hat.

1794: Raphaël Louis Capet, welcher aus einer Seitenlinie der Königsfamilie stammt, übernimmt faktisch die Macht über das, was vom adligen Frankreich noch übrig ist und schart die königstreuen Truppen und Adligen um sich. Nach der Errichtung eines organisierten Wiederstandes gegen die Aufständischen in Anjou, ruft er die anderen Länder Europas zu Hilfe, um die Aufstände nieder zu schlagen.
Durch die Hinrichtung der Königsfamilie sind ihm ironischerweise genug Argumente geliefert worden, damit das Heilige Römische Reich, England und Spanien aller Rivalitäten zum Trotz Truppen entsenden.

Bis 9. November 1799: Die folgenden Ereignisse werden als sogenannter „Niederschlagungskrieg“ zusammen gefasst.
Durch die geballte Macht der von allen auf sie einstürmenden Truppen verliert die Revolutionsregierung sogar in sprichwörtlichem Sinne den Kopf, als am 28. Juli 1794 Maximilien Robespierre als Verräter am französischen Volk hingerichtet wird – die Revolutionäre unterstellten ihm und 104 vier seiner Anhänger Spionage für die „verdammten Kronenträger“ zu betreiben.
In der Folge versuchen die Revolutionäre mit der Bildung einer Regierung – dem sogenannten Direktorium – zu retten, was zu retten ist.
Dieses kann sich bis ins Jahr 1799 halten, bevor es einem korsischen Offizier namens Napoleon Bonaparte in einem gewagten Staatsstreich gelingt, die beiden Kammern des Direktoriums abzusetzen, bevor er und die Pariser Revolutionstruppen sich den anrückenden royal-französischen Truppen unter König Raphaël ergaben. Dies war das Ende der Französischen Revolution.

9./10. November 1799: Die Capets lassen sich – bedingt durch ihren Einfluss und Rückhalt beim überlebenden französischen Adel – zu den neuen Monarchen Frankreichs ausrufen. Der nach Verona geflohene Bruder von Louis XVI. macht seine Ansprüche auf die Krone zwar geltend, diese verhallen jedoch ungehört – im folgenden Verlauf der Geschichte verlieren die Bourbonen an Bedeutung.

2. Dezember 1804: Raphaël Louis Capet lässt sich durch Papst Pius VII. zum ersten französischen Kaiser in der Kathedrale Notre Dame in Reims krönen.

25. September 1805: Die französischen Truppen fallen ohne vorherige Kriegserklärung in den zu Österreich-Ungarn und seinen Verbündeten gehörenden Gebieten ein. Diese Kriegszüge dauern bis zum 20. Oktober.

13. November 1805: Nach einer schnellen Entscheidungsschlacht vor den Stadttoren nehmen die französischen Truppen Wien ein. Im historischen Kontext wird dies als Machtdemonstration gesehen, galt Wien bis dahin als eine der uneinnehmbaren Städte Europas.

2. Dezember 1805: Die Völkerschlacht bei Austerlitz. Geführt vom französischen Kaiser stellen sich die französischen Truppen einem Bündnis zwischen Österreich-Ungarn und Russland. Den französischen Truppen gelingt es trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit das Bündnis zu schlagen.
Die Verluste belaufen sich auf französischer Seite auf rund 1.300 Mann und 7.000 Verwundete, während Österreich-Ungarn und Russland 15.000 Tote und Verwundete, sowie 12.000 Kriegsgefangene zu beklagen haben.

26. Dezember 1805: Der Frieden von Pressburg wird geschlossen. Während der Verhandlungen tritt das sich in einer Koalition mit Österreich-Ungarn und Russland befindliche Preußen als Vermittler und Mediator zwischen den Parteien auf – Preußen hatte bis zu diesem Zeitpunkt Frankreich noch nicht den Krieg erklärt.
Österreich hatte diverse Gebietsverluste hinzunehmen, dazu gesellten sich Gebietsabtretungen an andere Reiche. Franz I. von Österreich musste weiterhin die Rangerhöhung der bisherigen Kurfürsten von Bayern und Württemberg zu Königen durch Kaiser Raphaël und damit verbunden die volle Souveränität der neuen Könige und des Kurfürsten von Baden anerkennen. Weiterhin wurden Baden und das zusammen gelegte Hessen in den Stand von Großherzogtümernn erhoben.
Weiterhin musste der österreichische Kaiser seine Zustimmung zu einem engen Bund der Franzosen mit deutschen Fürsten geben – eine Vorausschau auf den späteren Rheinbund.

16. Juli 1806: Der Rheinbund wird begründet. Diese Konföderation deutscher Staaten wird auf eine Initiative der französischen Kaiserfamilie hin in Paris begründet. Die Mitglieder treten als Folge aus dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation aus und schließen eine Militärallianz mit dem französischen Kaiserreich. Raphaël Capet tritt in diesem Gebilde als „Bundesprotektor“ auf. Dennoch gehörte Frankreich dieser Konföderation selbst nicht an.
Zu den wichtigsten Mitgliedern des Bundes zählen Anhalt, Liechtenstein, die Hansestädte, Hessen, Nassau, Oldenburg, Württemberg, Bayern und Baden.

6. August 1806: Bedingt durch die Niederlagen gegen die Franzosen und etliche Lossagungen von Staaten und Zuwendung zum Rheinbund zerfällt das Heilige Römische Reich Deutscher Nation. Am 6. August legt der Kaiser die Krone nieder und löst das Reich formell auf. Mit der Reduzierung des Kaiserreiches auf Österreich-Ungarn entscheidet sich das Oberhaupt der Habsburger, die Krone nieder zu legen. Diese geht – nach einem langwierigen Entscheidungsprozess – an die fürstliche Familie derer von Schwarzenberg.

26. August 1806: Mit einer neuen Führung ausgestattet erklärt Österreich-Ungarn mithilfe des Königreichs Preußen dem Kaiserreich Frankreich den Krieg.

Oktober 1806: Im Bestreben, den Konflikt rasch zu beenden marschieren die französischen Truppen durch Sachsen, das Vogtland und Thüringen in Richtung der preußischen Hauptstadt Berlin. Sämtliche Bemühungen, das Heer aufzuhalten, schlagen fehl.

14. Oktober 1806: Die Schlacht bei Jena und Auerstedt. Die französischen Truppen, geführt von Kaiser Raphaël persönlich, stellen sich einer Koalition aus Preußen und Sachsen an zwei verschiedenen Schlachtfeldern.
Bei Jena treffen 95.900 französische Truppen auf 53.000 Männer der Koalition. Bei Auerstedt sind es 27.300 Franzosen gegen 49.800 sächsisch-preußische Soldaten.
Das Ergebnis der Schlacht ist für Preußen äußerst vernichtend mit Gesamtverlustzahlen von insgesamt 33.000 Mann, während die Franzosen nur 14.920 Tote zu beklagen haben.
Im Anschluss an die Schlacht marschieren die französischen Truppen in Berlin ein.

11. Dezember 1806: Der Frieden von Posen wird geschlossen.
In diesem wird der Krieg zwischen Preußen und Frankreich für beendet erklärt. Weiterhin wird Sachsen zum Königreich erhoben und muss dem Rheinbund beitreten. Ebenso müssen dies Thüringen und das Vogtland tun.

Winter 1806/1807:Als Dank für die zugefügten Schwächungen und Schmähungen des Erbfeindes gewährt Pawel Bathóry II. den französischen Truppen und dem Kaiser Winterquartier. Die Proteste des russischen Zaren verhallen ungehört.

8. Februar 1807: Die Schlacht bei Eylau findet statt. Trotz des 1806 geschlossenen Friedens stellt sich ein Bündnis aus 67.000 Russen und 9.000 Preußen gegen 75.000 französische Soldaten.
Obwohl die Verluste zahlenmäßig höher sind auf französischer Seite, endet die Schlacht in einer herben Niederlage für das russisch-preußische Bündnis.

7. Juli 1807: Der Frieden von Tilsit wird geschlossen. Als Reaktion auf die Zuwiderhandlung des Friedens von Posen entschließt sich Kaiser Raphaël, die Preußen systematisch ausbluten zu lassen.
Unabhängig vom preußischen König schließen der russische Zar und der französische Kaiser einen Seperatfrieden, der Preußen ausschließt. In diesem wird die territoriale Halbierung Preußens zugunsten Frankreich, Russlands und Polen-Litauens beschlossen.
In einem Diktatfrieden zwischen Frankreich und Preußen verliert letzteres alle Gebiete westlich der Elbe, sowie sämtliche polnischen Gebiete. Darüber hinaus hatte die preußische Krone hohe Kontributionen an Frankreich zu leisten und durfte kein größeres Heer als 42.000 Mann haben (vorher hatte Preußen ein Heer von 235.000 Mann besessen). Weiterhin musste sich Preußen mit Frankreich verbünden – auf diese Art und Weise war es den Franzosen möglich, Preußen „an die Kette“ zu legen.
Es kann angenommen werden, dass Kaiser Raphaël die Preußen noch mit schlimmeren „Strafen“ belegt hätte, wenn Königin Luise von Preußen nicht an seine Güte und Milde appelliert hätte – dennoch wird vermutet, dass die Verluste wesentlich geringer ausgefallen wären, wenn König Friedrich Wilhelm III. nicht in die Unterredung hinein geplatzt wäre.

21./22. Mai 1809: Die Schlacht bei Aspern. In einer zweitägigen Schlacht wendet sich Österreich-Ungarn ein weiteres Mal gegen die französische Krone und muss mit insgesamt 23.300 Mann Verlusten vom Feld gehen.
Dies resultiert im Frieden von Schönbunn, bei dem Österreich die Gebiete verliert, die das heutige Illyrien bilden. Weitere Gebiete werden dem Königreich Italien zugeschlagen, das sich zum Dank mit Frankreich verbündet. Darüber hinaus hatte Österreich-Ungarn sein Heer auf insgesamt 150.000 zu beschränken.

Frühjahr 1812: Das französische Kaiserreich erklärt dem Zarenreich Russland den Krieg. Mitte des Jahres überqueren französische Truppen die russische Grenze.

26. August- 7. September 1812: Der russische Feldzug verläuft zunächst zufriedenstellend, bis dieser in der Schlacht bei Borodino gipfelt.
Eine Koalition aus Frankreich, Polen-Litauen, Italien und Rheinbund stellt sich einem russischen Heer. Das Kräfteverhältnis ist zwischen den Streitmächten ist nahezu ausgeglichen. Die Schlacht endet mit einem vernichtenden Sieg für die die französische Koalition, allerdings ist der Verlust von bis zu 35.000 Mann, 47 Generälen und 480 Offizieren ein herber Schlag für Kaiser Raphaël, der diesen Sieg selbst als Pyrrhussieg bezeichnet – taktisch zwar bedeutend, doch die hohen Verluste hätten es auch wie eine Niederlage aussehen lassen können. Im Vergleich verliert der russische Zar zwar bis zu 45.000 Soldaten, dafür aber nicht halb so viele Generäle und Offiziere, womit die Kommandostruktur noch intakt bleibt.
Trotzdem beschließt der französische Kaiser, den Feldzug fortzusetzen.

18. Oktober 1812: Nachdem der französische Kaiser sich dazu entschließt, nach dem bitteren Sieg bei Borodino weiter auf Moskau zu marschieren, um den Zaren zu Verhandlungen zu zwingen, gelingt es den französischen Truppen, Moskau am 14. September zu besetzen. Dies geschieht am späten Nachmittag, da die Stadt noch nicht vollständig geräumt ist und die französischen Kommandanten den Befehl erhalten haben, Zivilisten friedlich abziehen zu lassen.
Die Besetzung der Stadt hält über einen Monat lang an.
Durch zahllose Nadelstiche gegen die französischen Truppen seitens der Truppen des russischen Zaren sieht sich der Kaiser letztendlich dazu gezwungen am 18. Oktober 1812 den Befehl zum Rückzug aus Russland an die Grande Armée zu geben.

26. bis 28. November 1812: Die sich zurückziehenden Franzosen werden seit Mitte Oktober regelmäßig von den russischen Truppen angegriffen, in Kämpfe und Schlachten verwickelt und kontinuierlich demoralisiert und dezimiert.
Letztendlich kommt es im Zeitraum vom 26. bis zum 28. November 1812 zu den Schlachten an der Beresina.
Die französischen Truppen versuchen im winterlichen Russland ihren Rückzug über den weißrussischen Fluss Beresina zu decken, werden dabei aber von einer 49.000 Mann starken russischen Armee bedrängt und unter Druck gesetzt. Am Ende werden die Franzosen vernichtend geschlagen und von den letztendlich 75.000 Mann fallen 30.000. Eine unbekannte Anzahl wird Opfer der eisigen Fluten. Der Russlandfeldzug ist damit beendet.

30. Dezember 1812: Die Konventionen von Tauroggen werden besiegelt.
Die Konventionen sind ein Waffenstillstand zwischen dem russischen Zarenreich und dem Königreich Preußen. Diese werden zwischen zwischen den Generälen Johann David von Yorck (Preußen) und Hans Karl von Diebitsch (Russland) geschlossen – Da Yorck eigenmächtig handelt, werden die Konventionen zunächst von König Friedrich Wilhelm III. nicht gebilligt und sogar ein Haftbefehl auf Yorck erlassen. Letztendlich muss seine preußische Majestät Yorcks Geistesgegenwart Respekt zollen, als in Preußen der volle Umfang der französischen Niederlagen in Russland bekannt wird.
Kernaussage dieser ist jedoch eine gegenseitige militärische Unterstützung, die gegen den Diktatfrieden von Tilsit verstoßen und einen Schlag gegen Frankreich ermöglichen sollen – Interessanterweise scheint Kaiser Raphaël etwas von diesen Konventionen zu ahnen, denn nachdem ein preußischer Gesandter ihm die Nachricht vom Waffenstillstand zwischen Russland und Preußen überbringt, befiehlt er in Frankreich die Aushebung von 35.000 Rekruten.

28. Februar 1813: Preußen sagt sich von Frankreich los und schließt ein Bündnis mit Russland. Die Vorbereitungen für einen Schlag gegen Frankreich nehmen hier ihren Anfang und werden fortan als „Befreiungskriege“ bezeichnet.

16. bis 19. Oktober 1813: Die Völkerschlacht von Leipzig findet statt.
Während dieser stellen sich die französische Koalition (Frankreich, Polen-Litauen, ein großer Teil des Rheinbundes, Italien und das zu diesem Zeitpunkt das noch unabhängige Neapel) einem Bündnis aus Russland, Preußen, Österreich-Ungarn und Schweden entgegen.
Insgesamt stehen sich am 16. Oktober 190.000 „französische“ Soldaten und 205.000 „Befreier“ gegenüber. Am 19. Oktober sind es sogar 365.000 Mann, denen sich die Franzosen erwehren müssen.
Die Gefechte und Schlachten dauern drei Tage lang an und am Ende sind auf französischer Seite 72.000 Mann als Verluste verzeichnet – allein 5.000 davon laufen zum Feind über. Dem entgegen stehen 54.000 Tote.
Das französische Kaiserreich sieht sich gezwungen, aufzugeben und das Schlachtfeld möglichst geordnet zu verlassen, kann sich aber nicht mehr sammeln. Frankreich ist somit endgültig besiegt, kann einen finalen Sieg seiner Feinde allerdings noch ein halbes Jahr hinaus zögern.

11. April 1814: Der Frieden von Paris wird geschlossen.
Bemüht, einen letzten Rest von Würde zu bewahren, taucht Kaiser Raphaël persönlich bei den Friedensverhandlungen auf, kann diese aber nur in geringem Maße beeinflussen, beziehungsweise das „Schlimmste“ für Frankreich selbst anwenden.
Der Kaiser selbst wird zur Abdankung gezwungen und die Capets verlieren die Kaiserwürde.
Anstelle von Raphaël Capet besteigt sein jüngster Sohn Louis XVII. den französischen Thron, nachdem er von den Herrschern Russlands, Österreich-Ungarns und Schwedens bestimmt worden ist – Preußens Wunsch, die Capets vollständig zu entfernen wird nicht entsprochen.
Weiterhin werden Frankreich und seinen Verbündeten Auflagen erteilt:
Beispielsweise werden Italien die österreichischen Gebiete wieder abgenommen und das unabhängige Neapel in Italien eingegliedert.
Polen-Litauen kann trotz dem Zuwiderhandeln des russischen Wunsches durch sein Bündnis mit dem Zarenreich das Schlimmste für sich verhindern, muss allerdings das zurückeroberte Gebiet Schlesien an Preußen wieder abtreten.
Weiterhin nutzt das bis dahin französische Herzogtum Burgund die Gunst der Stunde und sagt sich von Frankreich los. In den folgenden Jahrzehnten kann sich Burgund als unabhängiges Herzogtum behaupten.
Der Rheinbund wird als Folge des Friedens von Paris aufgelöst.

1814-1815: Der Wiener Kongress – ein möglicher Vorläufer der ersten royalen Konferenz von Schottland 2012 – werden ausgerichtet.
In Wien finden sich – ohne die Beteiligung von Frankreich – ein Treffen der europäischen Nationen statt, um zu entscheiden, wie mit den durch den französischen Kaiser durchgeführten Veränderungen der europäischen Geographie geschehen soll.
Letztendlich werden wichtige Entscheidungen getroffen, die das Bild des Kontinents bis heute prägen:

(Auszüge des Ergebnisses)
1. Das Königreich Hannover wird begründet, Oldenburg wird unabhängig von Preußen
2. Die von Frankreich erhobenen und zusammen geschlossenen Reiche (Bayern, Sachsen, Württemberg, Baden, Hessen) bleiben in ihrer neuen Form bestehen und werden anerkannt.
3. Durch die Politik der Capets sind viele Adlige zum großen Teil Landlos geworden. Diese werden durch den 24. Artikel der Kongress-Akte in den Rang von sogenannten Standesherren erhoben, deren Rechte, Pflichten, Privilegien und Möglichkeiten detailliert in diesem Artikel aufgeführt sind. Weiterhin wird eine unveränderliche Liste angefertigt, die genau festlegt, welche Familien sich im standesherrlichen Rang befinden.
4. Die Unabhängigkeit Burgunds wird bestätigt.
5. Viele europäische Staaten müssen geographische Veränderungen ihrer Grenzen hinnehmen. Am meisten betroffen sind davon Österreich-Ungarn, Preußen, Sachsen, Polen-Litauen, Italien und Dänemark-Grönland.
→ Österreich-Ungarn erhält weitere Gebiete zurück, die es durch Frankreich verloren hat
→ Preußen erhält die Gebiete an der Ostsee zum Verdruss der Polen zurück bis nach Tilsit, bekommt seinen Wunsch nach Sachsen aber nicht bewilligt; lediglich ein Teil von Nordsachsen (Leipzig ist in der Folge nur noch rund 100 Kilometer von der preußischen Grenze entfernt)
→ Sachsen kann sich in den Verhandlungen behaupten und sämtliche Versuche, geschluckt zu werden, abwehren; jedoch muss es einige Gebietsverluste hinnehmen.
→ Polen-Litauen verliert einen Großteil seiner Ostseegebiete an Preußen, kann diese jedoch durch die Rückführung litauischer Gebiete wieder bis zu einem gewissen Anteil ausgleichen.
→ Die unabhängigen italienischen Fürstentümer werden aufgelöst und vollständig im Königreich Italien aufgelöst. Dies betrifft auch die bis dahin unabhängigen Kirchenstaaten. Namentlich werden Piemont (welches zwischen Italien und Frankreich aufgeteilt wird), Mailand, Lombardo, Parma, Modena, Toskana, Kirchenstaat, Lucca und Sizilien und Sardinien.
→ Dänemark-Grönland erhält das Herzogtum Holstein.
→ Die Hansestädte werden vollständig aufgelöst und entsprechend ihrer Lage Hannover, Dänemark und Preußen zugeschlagen.
→ Das Herzogtum Nassau wird aufgelöst und seine Gebiete Hessen zugeschlagen.
→ Das Herzogtum Braunschweig wird aufgelöst und seine Gebiete Hannover zugeschlagen.

1815 erhält Europa zum Großteil das geographische Aussehen, welches es bis ins Jahr 2012 bewahren kann; vereinzelt finden durch lokale Kriege noch Grenzverschiebungen statt.

Danke an Jan (Marcus Bathóry)
Antworten
#3
Der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg

Konflikte und Ereignisse in den Jahren 1760 bis 1783
Zeitraum 1760-1883

Ort Nordamerika und Kanada

Beteiligte Nationen
Kanada, England, Frankreich, Großherzogtum Hessen), die 13 Amerikanischen Kolonien

Zeittafel
Die hier aufgezeichneten Ereignisse spielen jedoch erst in den Nachwehen des Siebenjährigen Krieges zwischen 1756 bis 1763 eine Rolle, welcher in Amerika unter den Franzosen- und Indianerkriegen zu Berühmtheit gelangte.
Vermehrt zieht es verarmte Adlige in die englischen Kolonien der Neuen Welt, um in Amerika ihr Glück zu versuchen. Viele hegen die Hoffnung, auf dem neuen Kontinent zu Ruhm und Reichtum zu gelangen, um daheim in England zu dem Ansehen zu gelangen, welches sie für ihre Familien in Anspruch nehmen oder um den alten Glanz vergangener Tage wieder aufleben lassen zu können.

Mitte des 18. Jahrhunderts verschlechterte sich die Beziehung zwischen England und seinen Kolonien in der Neuen Welt, was nicht zuletzt an der strengen Steuerpolitik König Georges III. und der Haltung des britischen Parlaments lag, dass kein Repräsentant der 13 Kolonien im Parlament erwünscht war.
Die in Amerika ansässigen Adligen konnten und wollten diese Haltung seitens Englands nicht akzeptieren – immerhin war man ja Gentlemen und sollte sich allein schon auf der Ebene verständigen können. In der Folge stachelten sie die Bevölkerung auf, was zu Zivilen Unruhen wie zum Beispiel 1773 der Boston Tea Party und anderen Ereignisse führte. England reagierte mit Gesetzen und Einschränkungen und provozierte damit 1775 den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, der 1776 zu einer offenen Rebellion seitens der 13 Kolonien wurde. Der Krieg zwischen den Truppen der Krone, verbündeten Truppen aus Hessen und den Kolonisten, die französische Truppen auf ihrer Seite wussten, tobte bis ins Jahr 1781, als die kolonialen Truppen die britischen Truppen bei Yorktown vernichtend schlugen.
Der Krieg wurde offiziell am 3. September 1783 für beendet erklärt und die 13 Kolonien erklärten sich für frei.
In der Folge entstanden die ersten amerikanischen Fürstentümer, später – zwischen 1861 und 1865 - bildeten sich in den amerikanischen Bürgerkriegen die Königreiche, die heute das Bild des Kontinents bestimmen.

1760: George III. wird inthronisiert, erste wirtschaftliche und politische Einschränkungen gegen die englischen Kolonie werden erlassen.

1763: Der Siebenjährige Krieg wird mit dem Pariser Frieden beendet. In Amerika können sich zeitgleich die britisch-kolonialen Truppen gegen die französisch-indianische Koalition durchsetzen. England wird führende Kolonialmacht und nahezu alle französischen Kolonien in Amerika fallen an England.

1765: Das englische Parlament erlässt mehrere Gesetze, um Steuern in die Haushaltskasse der englischen Krone zu spülen. In den 13 Kolonien bedeutet dies, dass sämtliche Stempel auf offiziellen Dokumenten besteuert werden. Der nach Amerika emigrierte Duke of Roystone kritisiert diese Steuer scharf, ist sie doch eine Beschneidung von englischen Bürgern, während in England keine solche Steuer erlassen wird. Gleichzeitig wird die English Gentlemen Association of America (EGAA) gegründet, die die Interessen englischer Adliger in Amerika wahren soll – Roystone gehört zu den Gründungsmitgliedern.

1765-1767: Die Kolonisten fordern Mitspracherecht und Eigenständigkeit, beteuern jedoch ihre ungebrochene Treue zur Krone. Die EGAA fordert eine Vertretung im Parlament, da man sich sicher ist, auf diesem Wege eine bessere Verwaltung der Kolonien zu erreichen. Berühmt hierbei ist der Slogan „No taxation without representation!“ Das britische Parlament weist diese Forderung mehrmals zurück und stellt die Verwendung dieses Wahlspruch mit Einverständnis des Königs 1767 unter Strafe. Freigewordene Truppen werden aus anderen Teilen der Welt nach Amerika verschifft.

1773: Das englische Parlament verabschiedet im Mai 1773 das letzte einer Reihe von Steuergesetzen, um die horrenden Staatsschulden Englands abzubauen. Der Tea Act vom 10. Mai sollte eigentlich die Probleme bezüglich der amerikanischen Importzölle beseitigen und den Tee für die Kolonisten – welche bis dahin aus finanziellen Gründen den geschmuggelten Tee aus Holland bevorzugt hatten – rentabel machen.
Allerdings sahen die Kolonisten darin eine Untergrabung ihres Boykotts der Zölle und eine Machtvergrößerung der englischen Gouverneure, was die Selbstbestimmungsbestrebungen der Kolonisten untergraben hätte.
Am 16. Dezember 1773 fand unter der Führung des Adligen Robert Adkins-Montgomery ein Akt des Widerstands gegen die englische Krone statt: Als Indianer verkleidete Kolonisten drangen in den Hafen von Boston ein und warfen 342 Kisten Tee der East India Trading Company von dort vor Anker liegenden Schiffen über Bord in das Becken des Hafens. Dieser Akt des Widerstands unter Adkins-Montgomery wurde in der späteren amerikanischen Geschichte als Boston Teaparty bezeichnet.

1773-1775: In Folge der Boston Tea Party erließ das englische Parlament mehrere Gesetze zur Kontrolle und Unterdrückung der Kolonien an, unter anderem sollten die Siedler in Massachusetts entmilitarisiert werden.
Die Adligen in der Neuen Welt reagierten darauf relativ rasch und riefen eine Versammlung – unter anderem sämtliche Mitglieder der EGAA – ein. Diese tagte im September und Oktober 1774 in Philadelphia. Als Ergebnis verweigerten alle dreizehn Kolonien den Handel mit Großbritannien.
Am 9. Februar 1775 erklärte die englische Regierung Massachusetts zu einer abtrünnigen Provinz.
Count Richard Lancaster – der zum Vertreter der Adligen aus Virginia nominiert worden war – hielt am 23. März eine Rede, in der er die Freiheit der Kolonien forderte und nötigenfalls bereit wäre, dafür zu sterben.
George III. reagierte daraufhin unerbittlich und verabschiedete Gesetze, um die rebellierenden Kolonien zu bestrafen – dies ebnete den Weg für die Unabhängigkeitskriege.
Am 19. April 1775 kam es zu Gefechten um Lexington und Concord, in deren Verlauf die Minutemen-Milizen unter dem Kommando von Sir George of Roystone – dem Bruder des Dukes of Roystone – erste Erfolge gegen die britischen Truppen erringen und ihren Ruf als rasche Eingreiftruppe etablieren konnten.

4. Juli 1776: Die amerikanischen Kolonien erklären ihre Unabhängigkeit und schließen sich zum Baronienbund von Neu-England zusammen.

1775-1776: Der Krieg zwischen den amerikanischen Kolonisten und den royalen Truppen König Georges III. tobt über 6 Jahre. Bis ins Jahr 1776 scheinen die Rebellen den Königstreuen unterlegen zu sein, die aufgrund ihrer Disziplin, Ausbildung und Ausrüstung den zumeist aus Milizen bestehenden Einheiten der Continental Army weit überlegen sind.
Das erste Gefecht am 19. April 1775 zwischen englischen Royalisten und amerikanischen Baronen können die Kolonisten noch für sich entscheiden, nicht zuletzt wegen der heute noch hoch angesehenen Einheiten der Minute Men.
Weitere Erfolge waren die Schlacht von Ticonderoga am 10. Mai, während jedoch die Belagerung von Bosten von Juni 75 bis zum März 1776 dauern und viele Briten und Amerikaner das Leben kosten sollte, bevor die Siedler diesen Kampf für sich entscheiden konnten.

1775/1776: Während an der Ostküste des neuen Kontinents ein erbitterter Krieg tobte, versuchten Einheiten des Baronienbundes Fuß in Kanada zu fassen. Der Plan hierbei war, dass man mit Hilfe der Franzosen – die nach wie vor weite Teile Kanadas für sich beanspruchten – die Kontrolle der Briten brechen könnte, um die Siedler in Kanada für sich zu gewinnen. Diese Operation schlug letztendlich jedoch fehl, als die Truppen Neu-Englands bei der Schlacht von Québec wortwörtlich abgeschlachtet und die verbliebenen Truppen wieder in den Süden gedrängt wurden.
Im Gegenzug dazu waren die Gefechte und Operationen im Süden der Kolonien von großen Erfolg gekrönt, was die Anführer der Rebellion in South Carolina unter Robert Adkins-Montgomery, welcher schon für die Boston Tea Party verantwortlich gewesen war, dazu bewog South Carolina im April 1776 als erste Kolonie die vollkommene Unabhängigkeit zu erklären.

1776-1781: Die folgenden drei Jahre waren von Siegen und Niederlagen geprägt, die immer wieder das Blatt wendeten. Die Frontlinien zwischen beiden Fraktionen wogte hin und her, doch erschien es so, dass keine Seite die Oberhand gewinnen konnte.
Seit 1776 schienen die Engländer jedoch die Oberhand zu haben, da der kommandierende General, General Lord Charles Cornwallis, 1. Marquess Cornwallis, sich als militärisches Genie bewies und es schaffte, bis 1781 beinahe das gesamte Generals-Corps des Baronienbundes zu schlagen.
Dank der militärischen Hilfe von mit den „Amerikanern“ paktierenden Nationen wie Frankreich wurde Cornwallis bei Yorktown eingeschlossen und musste sich am 19. Oktober 1781 vor Lord General George Washington ergeben. Zu diesem Zeitpunkt hatte er noch 8000 Mann unter seinem Kommando. Die Schande war so groß für Cornwallis, dass angeblich sein Adjutant – Brigadegeneral Charles O‘Hara – Cornwallis Degen den anrückenden amerikanischen Truppen überreichen musste.
Die Vormacht der Engländer auf dem neuen Kontinent war gebrochen und die englische Krone musste Friedensverhandlungen anstreben. Die Kolonien waren frei vom Joch der Engländer und konnte die Geschichte ihrer neuen Länder schreiben.
Am 30. November 1782 wurde zwischen dem Baronienbund und Großbritannien ein Vorfrieden unterzeichnet. Der Bund schied damit ohne Abstimmung mit ihren europäischen Verbündeten aus dem Krieg aus, während außerhalb Nordamerikas Frankreich, Spanien und die Niederlande noch gegen Großbritannien kämpften.
Im Frieden von Paris 1783 erkannte Großbritannien die Unabhängigkeit der ehemals britischen Kolonien an. Großbritannien verzichtete auf alle Gebiete bis zum Mississippi. Die Vereinigten Staaten konnten ihre Nordgrenze bis an die Großen Seen ausdehnen.


Danke an Jan (Marcus Bathóry)
Antworten


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