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Marianna 2.0
#1
Mariana Álvares da Maia e Lencastre
Lídia
Charaktervorstellung Länger im Forum anwesenden ist meine Mariana vermutlich ein Begriff, ansonsten auch für den Rest: ich würde gern einen alten Chara ausbuddeln und geringfügig modifizieren. Zum einen würde ich sie gern in Lídia umbenennen und auf 27 Jahre runtersetzen, zudem das Ava ändern und ihr einen festen Job am portugiesischen Königshof verpassen - ich sehe sie als Hofdame aus einem portugiesischen Herzogtum, die großes Vertrauen seiner Majestät genießt. Es gibt Gerüchte, dass da noch mehr zwischen ihnen ist, beweisen kann das aber niemand.
Wie im alten Steckbrief drin würde sie wieder eine Agentin der Bruderschaft sein, die Rabenstory des Landes entsprechend vorangetrieben werden. Ausgang? Offen.

Sonstiges Portugal würde ich gern zu einer Seefahrer-/ Händlernation umbauen (oder wie auch immer man es nennen will). Also kein starkes Militär, kein rießiges Kolonialgebiet, wobei ich ihnen schon gerne wenige Inseln andichten würde.
Man ist mit den Raben aktuell überfordert, hat aber auch Angst Hilfe von Spanien anzunehmen - nicht, dass der mächtige Nachbar einen am Ende noch schlucken will, wenn man Blöße zeigt.

Alter Steckbrief
Rang in der Thronfolge Großherzogin von Azunes, Anwärterin der Grauen Dynastie [da Vater vor kurzem ermordet wurde]

Alter und Geburtsdatum 29 Jahre; 21.06.1983

Momentaner Wohnort Die Delegation von Alvarez und Ireldas hat sich im Wasserschloß Kottingbrunn eingemietet

Diplomatie
+ Monaco, Wales, Commonwealth of Grand Carolina, Italien
- Japan, Madagaskar, Niederlande, Böhmen, Griechenland


Bekannte Besonderheiten
- heiratete jung einen deutlich älteren Mann
- führt eine unglückliche Ehe
- ist meist am portugiesischen Königshof zu finden
- ist die Gesellschafterin der neuen Kronprinzessin
- unterhält gute internationale Beziehungen
- ist absolut skandalfrei
- spricht muttersprachlich Latein und Portugiesisch und kann zudem fließend Englisch und Spanisch
- reitet im Barockstil
- kann aber auch englische Dressur
- schreibt einen virtuellen Reiseführer

Unter Raben bekannt:
- Mitglied der Bruderschaft von Nod
- managt die internationalen Kontakte der Rabenzelle
- ist eine umgängliche Gesprächspartnerin
- hilfsbereit
- Codename: Engel

Dem Inneren Kreis der Bruderschaft bekannt:
- trägt als Einzige des inneren Kreises nicht das Abzeichen der Bruderschaft
- ist von dieser Regelung aufgrund ihrer Tätigkeit als Spionin verschont
- ist Kane treu ergeben
- ist adelig und seit neuestem Herzogin von Azunes [Portugal]

Nur Kane bekannt:
- Fing ihre Arbeit für die Bruderschaft nicht aufgrund von Ideologie, sondern aus dem Wunsch heraus an, eine (sinnvolle) Aufgabe zu haben, die sie fordert
- Identifiziert sich mittlerweile voll mit der Bruderschaft, fast schon wie eine Mutter mit ihrem Kind
- Ließ die Opferung ihres Vaters und jüngster Schwester ohne zögern zu, obwohl es ihr in der Seele weh tat und sie sehr darunter leidet. Ihr Kommentar dazu war, dass "es nur ein Opfer ist, wenn es weh tut." Die Bruderschaft geht vor.

Charaktereigenschaften
kommunikativ, treu, manipulativ


Familie
Schwiegervater | Pedro Álvares da Maia e Lencastre | 1944-2005 | Herzog von Ireldas [Portugal]
Schwiegermutter | Beatriz de Cabral y Sandoval | 1950-2012 | Herzogin von Ireldas [Portugal], Prinzessin von Mar Amarelo [Portugal]

Schwager | Rodrigo Álvares da Maia e Lencastre | *1973 | Herzog von Ireldas [Portugal]
Schwippschwägerin | Sofia de Alcácer-Melo | *1972 | Herzogsgattin von Ireldas [Portugal]
Nichte | Maria Álvares da Maia e Lencastre | *1998 | kein Anspruch
Nichte | Ana Álvares da Maia e Lencastre| *2003 | kein Anspruch

Ehemann | Ramón Soeiro Álvares da Maia e Lencastre | *1976 | Großherzog von Azunes [Portugal] & Erbherzog von Ireldas [Portugal]

Vater | Gonçalo de Cárdenas e Lourenço de Gante | *1961-2013 | Herzog von Azunes [Portugal]
Mutter | Leonor de Cárdenas e Lourenço de Gante, geb. Avis de Faro | *1963-2013 | Herzogin von Azunes [Portugal]

Schwester | Patricia de Caminha, geb. de Cárdenas e Lourenço de Gante | *1986 | Prinzessin von Almerez [Portugal] | ohne Anspruch
Schwager | Tiago de Caminha | *1981 | Prinz von Almerez [Portugal] | Rang 3 von Almerez [Portugal]

Schwester | Filipa de Cárdenas e Lourenço de Gante | *1989-2013 | kein Anspruch
Schwester | Marisa de Cárdenas e Lourenço de Gante | *1991-2013 | kein Anspruch

Mütterlicherseits:
Großmutter | Sofia Avis de Faro, geb. Gómez | *1938-2013 | Herzogenmutter | Prinzessin von Galicien [Spanien] | ohne Anspruch
Großvater | João Avis de Faro | *1936-2005 | Prinz von Galicia [Spanien]

Urgroßmutter | Catalina Avis de Faro, geb. Borja | *1901-1962 | Prinzessin von Spanien
Urgroßvater | Sancho Avis de Faro | *1895 - 1953 | Herzog von Galicia [Spanien]

Urgroßonkel | Cesare Borja | *1890-1960 | König von Spanien
Entfernte Cousine | Lucrecia Borja | *1985 | Kronprinzessin von Spanien
Entfernter Cousin | Cesare Borja | *1976 | König von Spanien

Väterlicherseits:

Tante | Monja Anna , geb. Maria de Cárdenas e Lourenço de Gante | *1967 | ohne Anspruch | Schwester der Hieronymiten

Großmutter | Filipa de Cárdenas e Lourenço de Gante, geb. Oliveira | *1941-1999 | Großherzogin von Azunes [Portugal]
Großvater | Rafael de Cárdenas e Lourenço de Gante | *1939-1980 | Großherzog von Azunes [Portugal]

Urgroßmutter | Luzía de Cárdenas e Lourenço de Gante, geb. de Bragança | *1904-1987 | Prinzessin von Portugal
Urgroßvater | Lean de Cárdenas e Lourenço de Gante | *1897-1973 | Großherzog von Azunes [Portugal]

Großcousin | Miguel de Bragança | *1933 | König von Portugal
Entfernte Cousine | Amaryllis Traynor (de Bragança) | *1992 | Kronprinzessin von Portugal


Familienstammbaum

This is my story

Eine Familienhistoria


1385: João I de Portugal, zuvor als João Avis bekannt und unehelicher Sohn des Königs, besteigt den portugiesischen Thron. Die Herrschaft der Avis-Dynastie beginnt.
31.01.1580: König Henrique I de Portugal stirbt kinderlos, sein Neffe und Erbe Miguel Avis de Fero wird in Folge eines Erbschaftskriegs von 1580-91 schließlich aus dem Land vertrieben. Enge Familienbande zu Spanien verschaffen ihm das Herzogtum Galicia.
06.03.1918: Catalina Borja, Prinzessin von Spanien, ist die vorerst letzte Verbindung des spanischen Königshauses zu jenen von Avis de Fero.
12.11.1981:Leonor Avis de Fero heiratet ins benachbarte Portugal, in das Großherzogtum Azunes. Die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern sind für ein paar wenige Jahre etwas entspannter, bereits 1985 bricht durch erneute Spannungen aber ihr Kontakt zur restlichen Familie in Spanien. Mit der Rückheirat in die Heimat des Geschlechts schließt sich der Kreis.
23.05.2006: Ramón Soeiro Álvares da Maia e Lencastre ehelicht die älteste Tochter des Großerzogs von Azunes. Da er keine Söhne hat, behandelt er Rámon anschließend wie einen eigenen Sohn - schließlich wird er Azunes erben.
06.06.2013:Das Geschlecht von Azunes erlischt mit dem Tod von Gonçalo de Cárdenas e Lourenço de Gante. Sein Schwiegersohn Rámon wird in Abwesenheit zum neuen Großherzog, während in Azunes die portugiesische Rabenrebellion beginnt. Ein Rückkehr in die Heimat erscheint für das Großherzogenpaar vorerst unwahrscheinlich.

Gonçalo und seine Kinder



1983: "Es ist ein gesundes Mädchen!" Gonçalo de Cárdenas e Lourenço de Gante, der bis eben noch unruhig auf und ab geschritten war, während seine Frau im gemeinsamen Schlafzimmer in den Wehen lag, atmete auf. Er nickte der Hebamme zu, die seiner Frau in den vergangenen Stunden nicht von der Seite gewichen war und entschuldigte sich. Er freute sich über seine Tochter, würde seiner Frau aber erst gegenübertreten, wenn man ihm die Aufregung nicht mehr ansah. Wie bereits sein Vater vor ihm achtete der Großherzog darauf, nicht als allzu gefühlsduselig wahrgenommen zu werden. Ein Kind zu bekommen war eine großartige Sache - aber da es sich nicht um einen vollwertigen Erben handelte musste man nun nicht unbedingt freudetaumelnd Sektkorken knallen lassen und sich aufführen als hätte man ein wenig den Verstand verloren.

1990: Mariana war sieben Jahre alt, als er es für nötig sah, zum ersten Mal die Hand gegen sie zu erheben. All die Kindereien zuvor waren dem kindlichen Verstand geschuldet gewesen, doch was seine Tochter soeben von sich gegeben hatte, erforderte derartige Maßnahmen. Mariana hatte nach der täglichen gemeinsamen Bibelstunde angemerkt, dass es einen Fehler in der Bibel geben müsse. Absalom wurden doch ganze drei Söhne geboren und dennoch beklagte er sich, dass kein Sohn seinen Namen am Leben erhalten würde? Kritik am heiligen Buch war zum einen äußerst gefährlich, zum anderen sündhaft - bedeutete es doch am Ende alels infrage stellen zu dürfen. Sie hatte ihm keine Wahl gelassen und nun schluchzte sie leise hinter dem großen Rosengitter der Veranda und dachte vermutlich, er würde sie weder hören noch sehen. Er hatte es nicht gern getan, hatte keine Freude dabei empfunden seiner kleinen Rose, wie er sie ab und an nannte, Leid zuzufügen. Sie würde hoffentlich daraus lernen und Kritik zukünftig zurückhalten. Nicht einmal daran denken.

1991: Diesmal fielen Gonçalos Schultern fast unmerklich ein wenig in sich zusammen, als ihm seine dritte und letzte Tochter verkündet wurde. Es bestand kein Grund seine Aufregung und Sorge zu kaschieren, hatte Leonor die Geburt doch nur durch pures Glück überlebt. Ihre Gebärmutter war sie nun dennoch los und so stand fest, dass er niemals einen männlichen Erben haben würde. Seine einzige Hoffnung blieb einen passablen Schwiegersohn zu finden, ehe sein Geschlecht im Namen eines anderen aufgehen würde. Ablenkung von der Schuld, die er durch angeordneten medizinischen Eingriff an seiner Frau auf sich geladen hatte. Wenn Gott einen Menschen zu sich rief, sollte man dem nichts entgegensetzen, wenn schon Gebete keine Wirkung zeigten.

1991: Zur Geburt ihrer jüngsten Schwester und zur Verarbeitung des aktuell miserablen Gesundheitszustands ihrer Mutter schenkte Gonçalo seiner Ältesten ein Tagebuch. Zufrieden beobachtete er den Erfolg dieser Geste, indem er Mariana dabei beobachtete, wie sie ihren Tagesablauf akribisch festhielt und sogar versuchte, Alltagsszenen in Bildern festzuhalten. Ab und an las er einige Zeilen in diesem Büchlein um erfreut die Fortschritte seiner Erziehung festzustellen. Seine Älteste entwickelte sich langsam zu einer achtsamen jungen Dame, die ihrem zukünftigen Ehemann sicherlich jeden Wunsch von den Lippen ablesen würde. Sie bemühte sich sehr darum zu gefallen und er wurde in seinem Tun bestätigt, dass es bei ihr nur selten nötig war die Hand zu erheben.

1993: Es waren nur wenige Seiten am Ende des Tagebuchs, die ihn in Rage versetzten und er hatte sie auch nur zufällig entdeckt, weil er es von der falschen Seite her geöffnet hatte. Mariana zweifelte noch immer, wenn nicht gar stärker als zuvor. Sie stellte in Frage, ob Moses en Herrn tatsächlich gesehen hatte - oder ob Judas überhaupt frühzeitig gestorben war, immerhin stimmten die Todesursachen nicht überein. Widersprüche über Widersprüche hatte sie zusammengetragen, akkurat samt Zitaten zusammengetragen.
Marianas gebrochener Arm, den sie sich beim Sturz zugezogen hatte, wurde gerade behandelt, als Gonçalo bereits mit seiner Schwester telefonierte. Er hatte versagt, das schlechte Gewissen nagte an ihm und er war sich sicher, dass er für seine unkontrollierte Wut in die Hölle fahren würde. Maria würde sich um die religiöse Erziehung ihrer Nichte kümmern und seine Tochter bekam Reitunterricht samt kostbarem eigenen Ross. Er war ein Sünder, vielleicht würde wenigstens Mariana ihm verzeihen können, wenn es Gott schon nicht tun würde und ihm nur sein weltliches Leben blieb.

1995: Wo er versagt hatte, gelang Maria der Durchbruch. Sowohl Mariana, als auch ihre jüngere Schwester Patricia entwickelten sich zu frommen Christen. Nach Unterricht und Bibelstunde verbrachte Mariana viel Zeit im Stall, hatte sich mittlerweile für en traditionellen barocken Reitstil begeistern können. Und sie hatte ihm augenscheinlich verziehen, war nach einer langen distanzierten Zeit wieder zutraulicher geworden.

2002: Tiago und Patricia! Es hatte in der letzten Zeit schon öfter Hinweise gegeben, dass die beiden mehr als eine flüchtige Bekanntschaft verband, aber als er heute Marianas Information aus ihrem Tagebuch gefolgt war, hatte er die mittlere der drei Schwestern verfolgen lassen und sie hatte tatsächlich das Hotelzimmer des Prinzen besucht. Dass sie es wagte eine Affäre zu führen! Seine Hände bebten noch immer, während er mit Tiagos Vater korrespondierte und alle Details festlegte. Es widerstrebte ihm das sündige Verhalten seiner Tochter auch noch zu belohnen, doch eine rasche Eheschließung würde größere Skandale verhindern. Auch wenn sie erst 16 war und damit in seinen Augen eigentlich noch zu jung. Aber wer würde schon eine entehrte Prinzessin ohne Erbe nehmen, wenn er sie nicht direkt dem dafür Verantwortlichen übergab?

2002: Patricia war eine wunderschöne Braut gewesen. Vielleicht ein bisschen blass um die Nase, was der Aufregung geschuldet war, aber alles in allem war es ein schönes Fest. Zwar hatte er Tiago eigentlich für Mariana im Sinn gehabt - aber wenn er ihrer kleinen Schwester hinterherstieg... nein, es war besser so und er würde einen geeigneteren Kandidaten finden.

2005: Mariana hatte ihn gefragt, ob sie in Lua Atlântico studieren dürfe. Kunstgeschichte. Grundsätzlich sprach nichts gegen dieses Fach, dennoch hatte er Zweifel. Sie war nun schon 22 Jahre alt und die Zeit eine geeignete Partie für sie zu finden würde in drei oder vier Jahren - je nachdem wie lang sie mit diesem Studium brauchen würde - eng werden. Er hatte sich etwas Bedenkzeit erbeten, hatte er den Kopf doch gerade ohnehin mit anderen Dingen voll. Ramón Álvares da Maia e Lencastre hatte um ein Treffen gebeten.

2005: Wieso war er eigentlich nie darauf gekommen? Erst als Prinz Ramón aus dem benachbarten Ireldas selbst auf ihn zugekommen war und um die Hand Marianas angehalten hatte, war ihm selbst aufgefallen wie gut diese Verbindung sein könnte. Es hatte keiner großen Überredungskünste bedarft sie an den jungen Mann zu versprechen, der erst vor kurzem seinen Vater verloren hatte. Mariana hätte ihn verzaubert, in den Bann geschlagen, hatte sein zukünftiger Schwiegersohn gesagt. Seine Rose würde ihn nicht enttäuschen, sie war mittlerweile eine exzellent erzogene Frau in den besten Jahren für eine Ehe. Und Ramón entsprach zusätzlich ganz dem Bild eines Mannes, den er gerne zum Sohn haben würde. Ja, das Wohl der Familie wäre bei diesem Portugiesen in guten Händen.

2006: Für die Hochzeit seiner Ältesten hatte Gonçalo keine Kosten und Mühen gescheut. Es ging nicht nur um irgendeine Hochzeit, es ging um einen Abschied vom Familiennamen, der noch lange in Erinnerung bleiben sollte! Man hatte sich dennoch nicht allzu viel Zeit mit den Vorbereitungen genommen und Gonçalo war stolz darauf, dass Mariana ihre Rolle als zukünftige Großherzogengattin mit Bravour meisterte. Der demütige Ausdruck seiner Tochter vor dem Traualtar, das vorbildliche Verhalten während der anschließenden Feier... es konnte fast nichts schiefgehen.

2007:
Mariana hatte seinen Schwiegersohn allein zurückgelassen und verbrachte vergnügliche Tage am Königshof. Gonçalo schämte sich für die Schwäche, die sie damit zeigte. Die Frau war dazu da, ihrem Mann zu dienen und ihm Erben zu gebären, nicht um ihrer eigenen Vergnüglichkeiten Rechnung zu tragen! Es tat ihm leid, dass Ramóns Vorstellungen von seiner Tochter enttäuscht worden waren und umso mehr bemühte er sich darum, dass dieser sich hier ganz wie zuhause fühlte, wenn er nicht gerade in Ireldas weilte. Nach wie vor war er der Ansicht mit ihm den perfekten Schwiegersohn zu haben. Mariana würde schon irgendwann zur Vernunft kommen und bis dahin würde er hoffentlich auch noch ein paar Enkel erleben.

2012: Das Blatt hatte sich zum Guten gewendet. Mariana verbrachte noch immer viel Zeit am Hof, aber Gonçalo stellte auch zufrieden fest, dass sie sich mittlerweile öfter mit ihrem Mann traf, öfter für kurze Zeit nach Hause kam. Und Ramón seinerseits schien auch nichts dagegen zu haben, dass seine Frau oft unterwegs war, brachte sie doch häufig nach Art der Frauen den neuesten Klatsch und Tratsch vom Königshof mit, der hin und wieder sogar ein Häppchen interessantes enthielt. Er war nicht blind - die Blicke die Ramón ihr zuwarf zeugten mittlerweile von einer Verbundenheit, wie sie nur Liebende zeigen. Und auch seine Tochter zeigte kein unglückliches Gesicht mehr, wenn sie glaubte unbeobachtet zu sein.

2013:
Johann Reuß - der Berater den Ramón ihm persönlich empfohlen hatte, machte gute Arbeit. Wieder einmal gratulierte Gonçalo sich selbst zur Wahl seines Schwiegersohnes, er hätte es nicht besser machen können.

2013:
"KANE LEBT!" Wie erstarrt stand Gonçalo auf seinem Balkon und betrachtete den Rücken des Mannes, dem er über ein halbes Jahr lang vertraut hatte. Den Ramón ihm empfohlen hatte. Und auch wenn die darauf folgenden Ereignisse nicht mehr als eine Minute in Anspruch nahmen, reichte es doch um ein ganzes Kartenhaus aus Lügen zum Einsturz zu bringen. Ramóns Antrag Mariana zur Frau nehmen zu können. Ihre Flucht an den Königshof. Ihr reserviertes Verhalten. Ramón steckte hinter all dem. Er hatte sein Herzogtum gewollt. Und nun würde er dafür sterben müssen, seine Familie dafür sterben müssen. War Mariana wirklich heil in Österreich-Ungarn angekommen, oder vermoderte ihre Leiche bereits in irgendeinem Hinterhof? Was hatte er getan? Mit den Gedanken daran, als Vater vollständig versagt zu haben, seine Familie in den Untergang geführt zu haben, schied Gonçalo de Cárdenas e Lourenço de Gante durch einen Kehlenschnitt seines Beraters aus dem Leben.


Eine andere Sichtweise


1990: "Absalom aber hatte sich eine Säule aufgerichtet, als er noch lebte; die steht im Königsgrund. Denn er sprach: Ich habe keinen Sohn, der meinen Namen lebendig erhält." Mariana stockte, las die Stelle nochmal stumm und blickte ihren Vater verwirrt an. Jeden Tag machten sie eine Bibelstunde und seit einigen Wochen durfte sie selbst vorlesen - was etwas langsamer voranging als wenn ihr Vater selbst las, dafür prägte sich der Inhalt aber auch weitaus schneller ein. "Vater? Aber er hat doch drei Söhne? Ein Stück weiter oben stand, er hat drei Söhne und eine Tochter bekommen - warum beklagt er sich? Ist das falsch übersetzt?" Noch während sie ihn fragend ansah, bemerkte sie, dass sie irgendwas gründlich falsch gemacht hatte. Das kleine Äderchen auf Vaters Stirn, das immer zu pochen begann wenn ihn etwas aufregte, schien gerade nahezu am platzen zu sein. "Vati, was ist los?" Erkundigte sie sich, während sie ihn aufmerksam musterte.

Sie konnte ihrem Vater keine Fragen stellen, keine die irgendwas mit der Bibel zu tun hatten. Und wer wusste schon, ob er nicht auch bei anderen Fragen so ausrastete. Soviel stand fest, als sie am Abend im Bett lag und schon wieder wässrige Augen bekam, weil ihr Ohr noch immer schmerzte. Noch immer verstand sie nicht, wieso es ihn so sehr aufgeregt hatte. Was war so schlimm daran die Wahrheit zu sagen?

Lektion 1: Die Wahrheit ist nicht immer erwünscht. Die erste Handgreiflichkeit ihres Vaters brannte sich in Mariana ein und sie lernte mit die wichtigste Lektion des Lebens: die Wahrheit zu sagen kann sehr problematisch sein. Während ihr Vater dachte, mit dieser "Erziehungsmaßnahme" gegen ihre Zweifel angekommen zu sein, verwahrte Mariana diese in ihrem Inneren und wurde erst Recht zur Zweiflerin - nicht nur an der Bibel, sondern auch an ihm als ihren persönlichen Heiligen. Aufbauend auf diesen ersten Vertrauensbruch entwickelte sie bereits früh in ihrem Leben erstes kritisches Denken.

1991: Mama lag nun schon sehr lange im Krankenhaus. Sie selbst war im Schloß von Azunes geboren worden, ebenso wie Patricia - aber bei Filipa hatte es große Probleme gegeben und obwohl man ihr nichts genaues gesagt hatte, hatte Mariana die große Panik bemerkt, in der Leonor Richtung Krankenhaus abtransportiert worden war. An diesem Nachmittag hatte sie geweint und als endlich die Nachricht gekommen war, dass sie nun eine Schwester Namens Filipa hätte und Mama zwar noch im Krankenhaus, aber auch okay war, hatte sie es nochmal getan. Sogar ihr Vater hatte ein paar Tränen verdrückt, etwas das Mariana sonst gar nicht von ihm kannte. Am nächsten Tag hatte er ihr ein Buch geschenkt, in das sie all ihre Gedanken schreiben sollte und dankbar für die Ablenkung hatte sie sofort damit begonnen.
Tagebuch schreiben hatte etwas befreiendes. Sie konnte all ihre Gedanken ordnen und auch Gedankenblitze für einen späteren Zeitpunkt aufbewahren. Innerhalb weniger Wochen avancierte ihr Buch zu ihrem besten Freund und Mariana war froh, dass Vati ihr einen ziemlich dicken Band geschenkt hatte. Der würde eine Weile halten.

1993: Ihr Vater hatte ihr Tagebuch gelesen. Das wurde Mariana klar, als er wutschäumend in die Bibliothek stürmte - wo sie gerade ihre Hausaufgaben gemacht hatte - und sie anbrüllte. Nicht, dass es dabei geblieben wäre. Sie hatte schon das Weite suchen wollen als er sie hochzerrte, böses ahnend, doch das durfte sie nicht solang er sie nicht entliess. Es hätte alles nur noch schlimmer gemacht. Er hatte ihr weh getan, es nicht nur bei einer Ohrfeige gelassen. Als sie dann gestürzt war, verdrehten Armes am Boden aufkommend heißen Schmerz gespürt hatte... sie hatte geschrien und er war zurückgewichen. Es war kein offener Bruch, zum Glück, aber sie würde ihren rechten Arm eine ganze Weile nicht benutzen können. Ihr Vater machte ihr Angst.

Lektion 2: Geheimnisse schreibt man nicht nieder. Was ist traumatischer als vom eigenen Vater verletzt zu werden? Neben dem Verlust des kindlichen Vertrauens in ihn begann Mariana auch an allem anderen zu zweifeln, kam vorerst zu dem Schluß sich niemandem anvertrauen zu können und selbstverständlich auch ihr heißgeliebtes Tagebuch nicht weiterzuschreiben.

1993: Seit ein paar Wochen hatte sie ihr Tagebuch ruhen lassen und sich auch vorgenommen nichts mehr aufzuschreiben. Es hatte sie so tief verletzt, dass er ihr dieses Stück Privatsphäre nicht gelassen hatte, dass sie am liebsten niemals mehr mit ihm geredet hätte. Da änderte auch sein Geschenk nichts, ein wirklich wunderschöner Lusitano mit erstklassiger Ausbildung. Nicht, dass sie etwas davon verstand - aber sobald ihr Arm wieder ganz gesund wäre, würde sie Reitunterricht bekommen. Sie wusste ja noch nicht wirklich was sie nun von dieser Entwicklung halten sollte... außer dass sie froh sein würde außer Haus und fern von ihm zu sein.
Über Tante Marias Besuch hatte sie sich jedoch ehrlich gefreut, auch wenn ihr das Lächeln in der letzten Zeit sonst sehr schwer gefallen war. Eigentlich lebte ihre Tante in einem Kloster, doch hatte man sie für die christliche Erziehung der großherzöglichen Sprößlinge zur Verfügung gestellt. Jetzt wohnte sie auch hier und sehr schnell fand Mariana einen Draht zur Schwester ihres Vaters. Auch wenn es noch dauern würde, bis sie wieder Vetrauen fasste.

1994: Tante Maria war genial! Vaters Wutanfall war nun schon ein dreivierteljahr her, auf einem Pferd konnte sie sich nun auch schon ganz allein und ohne die Hilfe einer Longe halten. Vorsichtig hatte ihre Tante heute angefangen über Vater zu reden, über den Grund warum er ihr weh getan hatte. Aber Mariana war nicht mit der Sprache herausgerückt, nur so weit, dass er etwas gelesen hatte, was ihm nicht gefiel. Und dann hatte Tante Maria sie auf eine Idee gebracht, die besser nicht hätte sein können!

Lektion 3: Schreibe auf, was gelesen werden soll. Tante Marias Vorschlag war gewesen, dass sie einfach nur die Dinge aufschreiben sollte, die nicht belastend waren. Auf diese Weise würde sie Tagebuch führen können und gleichzeitig ihre Geheimnisse gewahrt wissen. Mariana dachte noch ein Stück weiter. Sie konnte schöne Dinge festhalten - und wenn sie etwas bestimmtes wollte, konnte sie das auch aufschreiben, selbst wenn das was sie schrieb nicht wahr war. Sie begann damit sich eine bestimmte Reithose zu wünschen, weil ihre Geschwister sie wegen der jetzigen ausgelacht hätten... natürlich streng geheim, in ihrem Tagebuch, das sie ausversehen in der Bibliothek hatte liegen lassen. Ein paar Wochen später hatte sie ihre neue Hose und Mariana Blut geleckt.

2000: Chemie! Mariana genoss es für dieses Fach zu lernen und sich auf Übungen vorzubereiten. Anders als die meisten Mädchen ihres Alters interessierte sie sich eher weniger für die schönen Künste, auch wenn ihr Vater sie seit einigen Jahren im Gesang ausbilden ließ und sie auch das Reiten nicht aufgegeben hatte. Aber was brachte es schon ein Gedicht schön aufzusagen, ein Lied fehlerfrei zu singen? Ana mochte die Naturwissenschaften und hätte am liebsten eines Tages so etwas studiert, geforscht, vielleicht an der Entwicklung neuer Medikamente, oder Erfindungen mitgearbeitet. Mit ihren siebzehn Jahren war sie aber schlau genug zu erkennen, dass das nie passieren würde. Sie war eine Frau und Azunes sehr traditionell. Wenn sie Glück hatte, würde sie Sprachwissenschaft studieren dürfen. Geschichte. Oder Kunst. Aber etwas aus der Männerdomäne? Niemals.

2002: Patricia hatte sie dabei erwischt, wie sie sich über mögliche naturwissenschaftliche Studien in der Hauptstadt informiert hatte und drohte ihrem Vater davon zu erzählen. Was eigentlich ein gewöhnlicher Zickenkrieg unter Geschwistern war, wuchs sich zumindest aus Marianas Perspektive zu weitaus mehr aus - auch wenn sie mittlerweile wieder normal mit ihrem Vater verkehrte und ihm die vertrauensselige Tochter vorspielte, während sie eigentlich bei jedem Schritt vorsichtig war. Ja nichts Falsches sagen. Kein falscher Schritt.
Neben den kleinen Erpressungen Patricias - die von ihr gedeckt werden wollte, wenn sie abends loszog um zu feiern - hatte Mariana noch ein ganz anderes Problem. Tiago interessierte sich für sie, der Sohn eines mit ihrem Vater befreundeten Herzogs. Und sie? Sie hatte nicht wirklich Ambitionen schon jetzt verheiratet zu werden. Schon jetzt die Möglichkeit zu verlieren studieren zu gehen. Noch wusste sie nicht wie sie es anstellen sollte, aber bildete sich bereits selbst fort, soweit es mit reinem Buchwissen ging. Erst eine Universität würde es ihr ermöglichen, ihren Horizont wirklich zu erweitern.

2002: Mit ihrer letzten Forderung war Patricia zu weit gegangen, das wusste sie. Also hatte Mariana beschlossen ihr eins auszuwischen und in ihrem Tagebuch mehrmals beschrieben, wie Tiago und Patricia sich heimlich trafen - dass sie Tiago deswegen nicht zum Mann nehmen wollte. Vielleicht würde es Früchte tragen, zumindest war es ein Strohhalm, nach dem Mariana griff.
Sie wusste, dass Patricia sich heimlich mit einem Bürgerlichen traf, gar das Bett mit ihm geteilt hatte. Vorehelicher Sex? Unmöglich! Nein, das konnte Mariana nicht decken, würde es nicht decken. Dennoch erschien es ihr hart das Leben zweier Menschen zu zerstören und entschloss sich Patricia nur einen Schuss vor den Bug mitzugeben. Würde so etwas über Tiago ans Licht kommen, wäre er in Azunes doch sicherlich kein gern gesehener Gast mehr... also hatte sie es eingerichtet Patricia ihre Zusage zu geben, wenn sie denn dafür Tiago erzählen würde, dass Mariana ihn abseits des Hofzeremoniells treffen wollte... damit war die Falle gelegt.

2002: Sie hatte doch nicht damit gerechnet, dass ihr Vater gleich so reagieren würde! Nein, sie hatte wirklich nicht gewollt, dass er Patricia und Tiago verheiratete - gerade weil Ticia noch nichtmal volljährig war! Aber nun was es zu spät und zum Glück ahnte Patricia nicht, wie er auf die Idee gekommen war ihr an eben jenem Abend nachzustellen...
Dennoch, es war vermutlich das Beste für sie. Mit einer Ehe würde Patricias Ehre wieder einigermaßen hergestellt, während ihr Liebhaber mit dem Leben davon kam. Hatte sie ernsthaft denken können diese Beziehung für immer geheimhalten zu können? Vom schlechten Gewissen ob der Vermählung geplagt hatte Mariana bei der Hochzeitsfeier nicht wirklich Appetit.

Lektion 4: Bedenke alle Konsequenzen Dass Patricia ihretwegen verheiratet wurde war ein Versehen, eine Folge, die sie so nicht berücksichtigt hatte. Ihre kleine Schwester musste ihren Fehler ausbaden, umso erleichterter war Mariana, dass die Ehe begann in guten Bahnen zu laufen. Auch wenn Tiago eigentlich darauf spekuliert hatte eines Tages selbst Großherzog zu werden. Ihre folgenden Wünsche durchdachte Mariana besser, überlegte von nun an immer, welche Konsequenzen sich aus ihrem Handeln ergeben könnten. Natürlich passierten ihr dennoch immer wieder einmal Fehler, aber diese sind zum lernen da - nicht wahr?

2005: Sie hatte sich einen Masterplan erarbeitet. Wenn sie Kunstgeschichte in der Universität von Lua Atlântico belegte, blieben genau so Lücken in ihrem Zeitplan bestehen, dass sie daneben heimlich würde Chemie studieren können. Sie hatte auch schon Kontakt zu Jacinto aufgenommen, ein Herzogensohn, den sie von diversen gesellschaftlichen Anlässen kannte und dem ihrer Meinung nach zu trauen war - schon allein weil er ein Auge auf sie geworfen hatte. Jacinto studierte selbst Chemie - und hatte sich dazu bereit erklärt ihr bei ihrem Vorhaben unter die Arme zu greifen. Im Gegenzug würde sie nur zu gerne seine Frau werden, sobald das Studium abgeschlossen war. Als willkommener Gast am Königshof würde er auch aus der Sicht ihres Vaters eine geeignete Partie abgeben.
Nun musste sie nur noch diesen überzeugen und ja - er hatte sich zwar Bedenkzeit erbeten, aber schien nicht grundsätzlich abgeneigt zu sein. Glücklich kümmerte Mariana sich darum, Kontakte am Königshof zu aktvieren.

2005: Alles war vorbereitet. Die Unterlagen fürs Studium musste sie nur noch einreichen, Jacinto würde sie am Königshof einführen und sie hatte sogar schon die ein oder andere Prüfungsliteratur besorgen können. Es bedurfte wirklich nur noch des Einverständnisses ihres Vaers und dann kam dieses Riesenarschloch von Prinz daher und hielt um ihre Hand an! Ganz begeistert hatte ihr Vater ihr erzählt, wie sie das Herz von Ramón Álvares da Maia e Lencastre im Sturm erobert hatte und sie hatte vom ersten Augenblick an gewusst, dass das eine Lüge war. Ramón log. Er liebte sie nicht, sie hatten sich vielleicht ein paar Mal zu offiziellen Anlässen gesehen, aber da war definitiv kein Funke übergesprungen. Dieser Heuchler...
... allerdings war ihre Meinung nicht von Bedeutung und tapfer lächelte sie. Selbst wenn sie gesagt hätte, dass sie Ramón nicht wollte, hätte das nichts geändert.

Sie lächelte auch, als sie das erste Mal nach ihrer Verlobung auf Ramón traf, obwohl es in ihr schrie und tobte. Sie wollte diese Ehe nicht, sie wollte zumindest noch ein wenig Freiheit schnuppern können - studieren. Selbstverständlich hatte ihr Vater ihr klar gemacht, dass sie ihr Kunstgeschichtestudium aufgrund der Ehe nicht würde antreten können. Ihre Aufgabe wäre es nun Kinder zu gebären, aber sie könnte sich ja Bücher kaufen und lesen... Mariana lächelte. Was blieb ihr auch anderes übrig?

2006: Die Hochzeit war prunkvoll gewesen, aber sie hatte kein Auge dafür gehabt. Sie hatte sich vor Gott an einen Mann gebunden, der eigentlich nur Azunes heiraten wollte, nicht sie. Sie hatte sich vor der Hochzeitsnacht gefürchtet und Recht behalten. Es war nichts romantisches oder schönes dabei, bei einem Mann zu liegen. Vielleicht wäre es anders gewesen, wenn sie ihn geliebt hätte, oder ihn zumindest ansatzweise sympathisch gefunden hätte. So aber war sie froh, als der Tag anbrach und Ramón zu anderweitigen Verpflichtungen aufbrach.

2006: Diese Ehe war schrecklich. Mal ganz davon abgesehen, dass Ramón sich nur dann für sie interessierte, wenn seine körperlichen Gelüste zu groß wurden und sie das alles dann angeekelt, aber klaglos über sich ergehen ließ. Mariana fühlte sich machtlos, konnte nur dabei zusehen wie er ihren Vater immer mehr um den Finger wickelte, ihn glücklicher machte als sie es jemals hätte tun können. Es wäre nichtmal so schlimm gewesen, wäre er nicht der Heuchler der er war. Sie wusste nicht, wie lang sie diesen Anblick noch würde ertragen können. Wie oft sie abends einschlafen wollte, in der Hoffnung dass Ramón sich auch heute nicht für sie interessierte. Mariana verbrachte ihre Tage damit, sich mit alten Freundinnen zu treffen, zu reiten, erste Schritte im Social Web zu gehen. Sie begann einen Reiseführer zu schreiben - gerade sie, die doch noch nie aus Portugal herausgekommen war! Aber wenn der Kopf auf reisen ging, blieb er immerhin beschäftigt.

2007: Sie hielt es nicht mehr aus. Keine Sekunde länger. Nach Ramóns letztem abendlichen Besuch im Schlafzimmer hatte sie ihre Sachen gepackt und war aufgebrochen, sehr zum Entsetzen ihres Vaters. Aber auch wenn sie der Ehe nicht entkommen konnte - ihrem Mann hörig sein musste - gab es immernoch die Möglichkeit für sie im Rahmen seines Desinteresses zu handeln. Ihm den Weg in Azunes freizumachen, das schillernde Leben am Hofe zu genießen.

Sie hatte ihren Kontakt zu Jacinto reaktiviert und auch wenn sie ihm die Enttäuschung ob ihrer Heirat ansehen konnte, hielt er Wort und führte sie in die Hofgesellschaft ein. Es war nicht allzu schwer, war ihre Familie doch mit dem Königshaus verwandt, war doch eine der wichtigsten in Portugal. Außerdem verstand sie es den Geist auf Wanderschaft zu schicken, mauserte sich schnell zum gern gesehenen Gast auf diversen Veranstaltungen. Mariana erarbeitete sich einen Ruf als angenehme Gesellschafterin. Hütete sich davor, ihre eigentlichen Interessen kund zu tun. Trat dem royalen Reitverband bei und besuchte jene Turniere, die in Portugal abgehalten wurden. Immerhin.
Sie hatte Glück, dass sie sich mit anderen Menschen so leicht tat - sonst wäre ihre Karriere zu Hofe in die Brüche gegangen, als Jacinto mehr wollte als nur Freundschaft und Mariana ihn fallen ließ. Sie mochte ihn, sehr sogar und eine Ehe mit ihm wäre vollkommen anders verlaufen als die mit Ramón... aber das war keine Entschuldigung für Untreue. Nein, sie würde keine Ehebrecherin werden. Es hinderte sie nicht daran bittere Tränen zu vergießen.

2007: Sie hatte Rodrigo und seine Frau getroffen - Ramóns älterer Bruder. In einem ersten Reflex hatte sie den Kontakt meiden wollen, sich dann aber doch umentschieden. Rodrigo liebte rauschende Feste und so sehr Mariana diese nur besuchte um sich abzulenken, Kraft aus der Anerkennung für ihre Ehe zu schöpfen, so sehr feierte er um des Feierns Willen. Wirklich gut leiden konnte sie ihn nicht, aber sie lächelte. Sie lächelte immer - es öffnete Türen und ersparte Ärger. Umso nützlicher erwies sich dieser Kontakt, als es darum ging mehr über ihren Ehemann in Erfahrung zu bringen. War Ramón bis zu diesem Zeitpunkt noch ein Buch mit sieben Siegeln gewesen, eröffneten sich ihr nun neue Perspektiven. Und so ungern sie Ramóns Treffen auch hatte - sie begann nun ihn zu beobachten, ihn selbst und sein Denken erforschen zu wollen. Sie musste ihn deswegen nicht leiden können, aber vielleicht würde es ihr helfen diese Ehe seelisch zu überleben.

2008: Sie hatte mittlerweile etliche kleine Intrigen zu Hofe erlebt, hatte als Zuschauerin agiert aber war glücklicherweise noch nicht als Schachfigur auserkoren worden. Das lag vielleicht daran, dass sie es zustande brachte sich mit den wichtigsten Spielern gutzustellen. Erst als sie das Interesse des Königs selbst erweckte, änderte sich ihr Stand spürbar und Mariana musste lernen vorsichtiger mit ihren Kontakten umzugehen, wollte sie nicht Bauernopfer werden.
König Miguel schätzte ihr Wissen um die wichtigsten gesellschaftlichen Entwicklungen zu Hofe und obwohl Mariana von all den Festen gelangweilt war, spielte sie weiterhin ihre Rolle. Sie durfte am Hof bleiben, stieg im Ansehen, machte vermutlich sogar ihren Vater ein bisschen stolz. Wenn sie weiterhin positive Kontakte zur Königsfamilie selbst pflegen würde, könnte ihr das zudem nützlich sein - sollte ihre Ehe so richtig den Bach runtergehen. Wenn es sowas in ihrem Zustand überhaupt noch gab.

Tatsächlich gab es eine Person der Familie, die sie wirklich zu schätzen lernte. Nicoleta de Bragança, die Kronprinzengattin. Mit ihr führte Mariana oft Gespräche über ihre Heimat und andere osteuropäische Länder - Orte, an die sie selbst vermutlich niemals reisen würde. 2008 entstanden so in ihrem Blog nach und nach Berichte über die Länder des Bathóryclans.

2009: Fast zwei volle Jahre verbrachte sie nun schon am Königshof, unterbrochen nur von kurzen Besuchen in der Heimat. Es ging ihr gut, davon abgesehen dass sie mittlerweile zu Tode gelangweilt war. Es war doch immer das Gleiche: Person x war auf Person y eifersüchtig und stilisierte beliebige Aussage zu irgendwelchen Skandalen hoch. Mariana selbst hatte nie Interesse daran gehabt andere Spieler zu denunzieren, ihr persönliches Spiel lag einige Ebenen darüber - auch, wenn es mittlerweile kaum mehr etwas zu erreichen gab. Sie genoss Miguels Vertrauen, begleitete den König manchmal sogar zu Veranstaltungen, ohne dass es über eine freundschaftliche Beziehung hinausgegangen wäre.

Der Brief, der sie eines Tages aus heiterem Himmel erreichte, brachte ihr willkommene Abwechslung. Ein "Freund" wollte Kontakt zu ihr aufbauen. Nicht, dass sie es nötig gehabt hätte weitere Beziehungen zu Hofe einzugehen - aber der Schreiber des Briefs hatte etwas an sich, das sie antworten ließ. Es war die Langeweile, gepaart mit ihrer naturgegebenen Neugierde - weniger der Honig, der ihr um den Mund geschmiert wurde. Mariana kannte sich mit schönen Worten und Komplimenten aus. Sie dienten dazu ein bestimmtes Ziel zu erreichen oder das Gegenüber zu verblenden. Sie antwortete, aber blieb vorsichtig und verriet selbstredend nichts über sich, das sie irgendwie hätte belasten können. Smalltalk, der dazu diente einander abzutasten. Gespräche über Literatur, über Gott und die Welt.
Es wechselten einige Briefe zwischen dem Freund und ihr, ehe sie ihre Antwort mit "Was willst du eigentlich von mir?" einleitete. Diese Frage hatte sie von Anfang an umgetrieben, aber sie vermutete halb, dass ihr Gegenüber ob der direkten Konfrontation einfach wieder verschwinden würde und sie hatte diesen Moment hinauszögern wollen. Doch dieser Spieler war geduldig gewesen und sie war geneigt, diese Geduld zu belohnen, wenn es nicht zu viel von ihr verlangte. Seine Antwort war kürzer, als sie erwartet hatte. "Dich treffen." war so viel schnörkelloser, als sie es von ihm gewohnt war. Nach einem Zögern von mehreren Tagen, in denen sie abwägte welche Risiken es in sich barg, willigte sie ein. Es gab fast nichts, das sie verlieren konnte. Ihren Status bei Hof vielleicht - aber um eben den musste es ihm gehen, wenn sie richtig lag. Sie sollte richtig liegen.

2009: Das Treffen mit Kane - endlich hatte sie einen Namen - war interessant gewesen. Nein, sie wusste noch immer nicht, was er von ihr wollte und entsprechend befand sie sich auf der Hut. Aber er hatte sich als charmanter und kultivierter Gesprächspartner herausgestellt - etwas, das man so nicht vorspielen konnte. Sie befanden sich inmitten eines Tanzes, soviel war Mariana klar. Es war ihr aber noch immer schleierhaft, was genau er von ihr wollte. Eine Einführung am Hof? Eher unwahrscheinlich. Informationen? Über wen? An ihrer Neugier hatte er sie gepackt, hielt sie bei Stange. Auch wenn Mariana sich durchaus darüber bewusst war, dass das hier ein gefährliches Spiel sein könnte - vertraue keinem Fremden!

2010: Kurz nach Jahreswechsel war es soweit. Endlich vertraute ihr Kane so weit, dass er zumindest in Teilen mit der Sprache herausrückte. Es waren also Informationen die er wollte - und nicht irgendwelche! Aus den höchsten Kreisen sollten sie sein... Mariana, die einerseits geschmeichelt war, dass er ausgerechnet auf sie zukam, andererseits zu Recht Bedenken hatte, da es ja hauptsächlich um ein Risiko für sie ging, zögerte. Zu diesem Zeitpunkt hatte Kane sie allerdings schon so weit um den Finger gewickelt, dass sie ihn nicht verraten hätte, egal wie verräterisch seine Pläne auch sein mochten.
Sie genoss das Vertrauen des Königs selbst, weilte in den höchsten Kreisen Portugals, aber all das erfüllte sie nicht. Mariana fehlte die geistige Herausforderung, ihre Loyalität galt ohnehin nur ihr selbst - was auch immer andere denken mochten.
Als er sie nach einigem hin und her also doch ins Vertrauen zog, erste Details zu seinen Plänen verriet, Marokko und Algerien ins Spiel brachte, willigte sie ein. Nicht, weil sie die Monarchie gestürzt sehen wollte. Nicht, weil sie eine blinde Gläubige war. Sondern weil sie die Gelegenheit ergriff ein wichtiges, nahezu unersetzliches Zahnrad der Bruderschaft von Nod zu werden. Weil ihr Leben wieder einen Sinn ergeben würde. Selbst wenn das Verrat an ihrem Land bedeutete.

Aber was hatte ihr Land ihr schon geboten? Luxus, eine hohe Stellung, sicher. Aber gleichzeitig war sie eine Gefangene der Gesellschaft, verheiratet an einen Mann, mit dem sie nichts als den Hochzeitstag gemein hatte. Für Mariana gab es zwar etwas zu verlieren, aber nichts was nicht durch Kanes Perspektiven aufgewogen werden konnten. Sie durfte sich nur nicht erwischen lassen. Darin ihr eigenes Denken zu verheimlichen war sie ja geübt...

2010: Es war nach einem Besuch ihres Vaters am Königshof, als Mariana Kane schrieb, dass sie eine ganz besondere Neuigkeit hätte. Für diese forderte sie allerdings etwas für sich ein, das ihr mysteriöses Gegenüber vermutlich genau so geplant hatte. Sie wollte ganz dabei sein, vollkommen drinnen in der Bruderschaft und das nicht auf irgendeinem Anwärterposten. Damit in gewisser Weise auch Schutz genießen. Im Gegenzug würde Kane allein ihre Loyalität gehören. Natürlich hatte sie diese Forderung und auch ihr Angebot nicht so eindeutig lesbar verfasst, vielmehr auf ein weiteres persönliches Treffen beharrt.

Kane willigte ein. Und damit begann für Mariana ein neuer Lebensabschnitt.

Die Information, die sie dem Rebellenanführer zuspielte war dann in der Tat auch etwas, das nur ein erwählter Kreis an Günstlingen kannte. Top Secret war. Der Kronprinz war gar nicht mehr der Kronprinz. Man hatte sich für Miguels Großnichte entschieden, die in der Gunst des Königs höher stand. Ihre Entscheidung, ob sie dieses Amt übernehmen wolle stand allerdings noch aus.
Marianas persönliche Meinung dazu? Gespalten. Auch wenn sie das natürlich niemals zeigen würde. Als angesehene Hofdame war es gewissermaßen ihr Job voll hinter den Entscheidungen des Königs zu stehen und das tat sie auch weiterhin, zumindest nach außen hin.
Mit der vollen Aufnahme in den Kreis Kanes Vertrauter gelangte die Portugiesin auch an ganz andere Informationen. Gegen Ende des Jahres wusste sie nicht nur, dass Kane eigentlich Johann hieß und Fürst des Vogtlands war - er hatte außerdem gemeinsam mit ihrem Mann studiert und bezeichnete diesen als Freund. Ein interessantes Detail, zumal Ramón zu diesem Zeitpunkt keine Ahnung von ihrer Verbindung hatte.

2010: Es sollte nicht lange bei Ramóns Unwissenheit bleiben. Kane hatte Pläne mit ihm, brauchte ihn für seine Pläne rund um Portugal. Mariana mochte eine vorzügliche Spionin sein, aber sie hatte weder Gewalt über die finanziellen Mittel ihrer Familie, noch genoss sie ernsthaftes politisches Gewicht. Für diese Rolle bedurfte es eines Mannes.
Es war ein Schock für ihren Ehemann, als Mariana ihm im Rahmen der Abendnachrichten locker erzählte, dass Johann dringend mit ihm sprechen wolle. Ob denn ein Abendessen nächste Woche nach einer passenden Gelegenheit klang? An diesem Abend erfuhr Ramón lediglich, dass Mariana viele Kontakte zu Hofe knüpfte - die weitaus brisanteren Enthüllungen überließ sie Kane selbst. Es erfüllte sie zugegebenermaßen mit großer Befriedigung, dass sie Ramón einmal vollkommen außer Fassung gebracht hatte. Die Entgleisung seines Gesichtsausdrucks hatte sie in dieser Form noch nie bei ihm gesehen und es war das erste Mal, dass sie darin etwas echtes sah, nicht seine Heuchlerfassade.

2011: Aufmerksam verfolgte Mariana die Revolution in den südlichen Nachbarländern. Sie würde fehlschlagen, so viel wusste sie vom Aufrührer selbst. Dass Kane allerdings in Gefangenschaft geriet war so nicht geplant gewesen und die Spionin erfuhr erst im Nachhinein von dieser dramatischen Wendung der Ereignisse. Beinah wäre alles vorbei gewesen, denn ohne Kane wäre die Bruderschaft sicher nicht nach Portugal gewandert. Als er soweit wieder genesen war und in der Lage zu reisen, sprach sie eine Einladung über ein paar Tage in Azunes aus, der Kane folgte. Während diesem Treffen kam die Etablierung der Bruderschaft in ganz Europa zur Sprache und Mariana versprach, auch daran Anteil zu nehmen, sofern es in ihrer Macht stand. Sie hatte auch schon eine Idee.

Obwohl sie nicht selbstständig reisen konnte und auch Ramón niemals darum gebeten hätte - das stand ihr nicht zu - begann sie internationale Kontakte zu knüpfen. Es war von großem Vorteil, dass sie sich bereits seit einigen Jahren mit social media auseinandersetzte.

2012: Neben des steten Informationsflusses, den sie Kane zukommen ließ, etablierte Mariana sich als Kontaktperson für Rabenzellen in Europa. Bald fand sie heraus, dass insbesondere Österreich-Ungarn als internationales Drehkreuz fungierte und setzte darüber auch Kane in Kenntnis. Das Land war nicht allzu weit vom Vogtland entfernt, vielleicht würde er irgendwann einmal die Gelegenheit ergreifen wollen.

2012: Obwohl Kane das vermutlich nicht bewusst war - er wirkte wie eine Art Paartherapeut. Endlich gab es etwas, das Mariana und Ramón verband und obwohl Mariana das niemals zugegeben hätte, eigentlich war es ihr auch nicht wirklich bewusst, begann sie ihren Abscheu gegenüber ihrem Ehemann abzubauen. Genoss es ab und an sogar ihm beim Essen Gesellschaft zu leisten. Sah seinen Besuchen nicht mehr nur voller Unbehagen entgegen.
Das änderte nichts daran, dass ihre Ehe weiterhin als unglücklich galt. Sie verbrachte nach wie vor einen Großteil ihrer Zeit am Königshof, wenn sich auch die Gründe verlagert hatten. Wenn sie sich ehrlich war, wäre es gar nicht mehr so schlimm gewesen längere Zeit nach Hause zu müssen, doch nun galt es die Bruderschaft mit Informationen zu füttern und Kanes Projekt wurde langsam aber sicher zu ihrem Baby.

2013: Die USA! Was für eine Revolte! Fasziniert beobachtete Mariana die Reaktionen anderer Rabenzellen auf den erfolgreichen Schlag der Rebellen. Nicht, dass sie selbst Ambitionen gehabt hätte dieses Projekt zu unterstützen, aber es war lehrreich zu sehen, wie das System auf die Veränderung reagierte. Wie sich Gruppen für und Gruppen gegen die neuen Machthaber der amerikanischen Westküste auftaten.

In Azunes selbst kam es allerdings auch zu neuen Entwicklungen, die Mariana einerseits froh stimmten, ihr andererseits auch das Herz zusammenschnürten. Kane wurde als Johann Reuß Berater ihres Vaters... Ramón hatte ihn am Hof eingeführt. Das bedeutete zweierlei: zum einen einen intelligenten und charismatischen Gesprächspartner für sie, wenn sie nach Hause kam. Was ihr die Besuche nur umso versüßte. Zum anderen bedeutete es gleichermaßen den Untergang ihrer Familie, wie der Prinzessin vom ersten Augenblick an klar war. Azunes war ein wichtiger Teil Portugals und genau hier würde die Revolution starten...

6. Juni 2013: Am Morgen hatte sie nochmal mit ihrem Vater telefoniert und ihn über die neuesten Entwicklungen aufs Laufende gebracht. Dass Amaryllis de Bragança nun innerhalb des verwandten Adels offiziell Kronprinzessin ihres Landes war, dass es etliche Anschläge auf europäische Monarchen gegeben hatte. All das war eigentlich nur ein Vorwand, Abschied nehmen zu können. Ja, ihre Beziehung war von Gewalt und Unterdrückung geprägt gewesen, doch trotzdem war Goncalo ihr Vater und als solchen liebte sie ihn. Mariana hatte Angst davor, zukünftig alleine zu sein, als letzte ihrer Familie. Fast letzte - Patricia befand sich nicht in Azunes. Das Opfer, das die Spionin für Kane zu bringen hatte war groß und es schmerzte. "Es läuft alles rund hier, die standesgemäße Vertretung Azunes' ist sichergestellt." Johann Reuß hatte den Telefonhörer noch kurz entgegengenommen. Marianas "Go", wenn er seinen Plan in die Tat umsetzen wollte. Das wollte er, natürlich wollte er das. Zum Glück war Ramón unterwegs und würde wohl auch erst spät zurückkehren, ihre Tränen sollte der baldige Großherzog von Anzunes nicht zu Gesicht bekommen. Keine Schwäche zeigen.


Landinformationen Großherzogtum Alvarez [Portugal]
Amtssprache
Portugiesisch und Latein [Amtssprachen Portugals]

Hauptstadt
Vila Real

Königliche Familie & Thronfolge
Nur männliche Nachkommen erben, Frauen lediglich als Ehefrau ohne eigenen Anspruch.
Ohne männlichen Nachkommen zu sterben ist für einen Großherzog von Azunes mit einem Albtraum zu vergleichen. Der Name des Geschlechts erlischt, das Großherzogtum geht an die Linie eines Schwiegersohns über - wie im Jahr 2013 geschehen. Oder zurück ans Königshaus, sollte es auch keinen Schwiegersohn geben.

Enge Verwandtschaft:
  • Spanien
  • Herzogtum Galicia [Spanien]
  • Großherzogtum Cantara [Portugal]
  • Portugal [Königshaus]

  • Politik
    Grundsätzlich Portugal unterstellt
    Diplomatie & Militär
    Azunes unterhält kein eigenes Militär, sondern kommandiert die hier stationierten Soldaten des Königshauses, sofern nicht anders angeordnet. Auch die Diplomatie obliegt dem Königshaus, während Azunes selbst, durch familiäre Bande begründet, stets ein entspanntes Verhältnis zum Nachbarland Spanien bewahrt. Diese Verbindung machte die Familie schon des Öfteren zum Mittler zwischen Spanien und Portugal.

    Die Raben

    Es gibt keine aus Portugal heraus agierende Rabenzelle - zumindest wäre so etwas dem Königshaus nicht bekannt. Allerdings hat sich die Bruderschaft von Nod als überraschend auftauchende terroristische Vereinigung hervorgetan, deren Ursprung unbekannt ist.

    Bevölkerung
    Als Grenzgebiet weist Azunes mehr spanische Einwanderer auf als andere Herzogtümer Portugals. Ansonsten sind jedoch keine Unterschiede zur Verteilung im gesamten Königreich zu bemerken.

    Wirtschaft
    Azunes exportiert Wein und ist ansonsten für Textilproduktion, insbesondere Seide bekannt. Das Großherzogtum gehört damit zu den reichsten Gebieten Portugals, ist ein politisches Schwergewicht.

    Einwanderungspolitik
    [siehe Portugal]

    ANDERES
    Medien
    [siehe Portugal]

    Sonstiges
    [siehe Portugal]

    Foreninformationen
    Avatarperson Camilla Belle

    Link zum Charakterbild Klick mich

    Zweitcharaktere Vesa, Amira, Milena, Leyna, Ileana, Alicia, Marcus Pawel, Saoírse

    hier ist platz für ein kurzes zitat
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    #2
    Eine sehr.... äh intensive Charvorstellung.
    Spricht nichts gegen als ab mit dir in den Bewerbungsbereich Biggrin
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