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| Geschrieben von Deimos - Vor 3 Stunden |
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Als wir noch Freunde waren
Er trug polnische Uniform. Sie trug den Namen Lettlands.
Es gab sie. Diese Zeit vor dem Krieg. Da waren Sommer, in denen man sich besuchte. Diplomatische Besuche, Feste und steife Empfänge, in denen man sich durch kleine, unauffällige Gesten miteinander die Zeit vertrieb und sich über das zu steife Verhalten anderer lustig machte. Es gab Ausritte, gemeinsame Unternehmungen, absurde und lustige Fotos, auf denen Kinder aus Königshäusern und ihre Begleiter beinahe vergessen konnten, dass jeder Name, jede Geste und jedes Lächeln irgendwann politisch werden konnte. Er war kein Prinz. Nicht mal ein anerkannter Adliger. Nur der uneheliche Sohn einer Hofdame, dem man den Namen seiner Mutter verweigerte und der stattdessen den Namen seiner Geburtsstadt trug. Und doch fand er seinen Platz. Neben dem Sohn der polnischen Königin, die mehr in ihm gesehen hatte, als nur einen zu verschweigenden Fehler. Aus den Jungs wurden Spielgefährten, Freunde, Brüder im Geiste und letztendlich Waffenbrüder. Sie war die älteste Königstochter Lettlands. Eine Prinzessin, volksnah, mutig und geliebt. Jemand, der die Leute nicht nach ihrer Herkunft behandelte, sondern nach ihrem Wesen und Auftreten. Vielleicht war genau das der Anfang: Dass sie ihn wie einen Teil der Gruppe behandelte. Vielleicht nur ein Blick zu viel; ein Gespräch, das länger dauerte als nötig; ein unausgesprochenes Vielleicht zwischen Stand, Pflicht und Vernunft. Dann marschierte Polen-Litauen in Lettland ein. Aus Freunden wurden Feinde. Und Erinnerungen zu schmerzenden Wunden. Er trug die polnische Uniform, wie er es gelernt hatte: mit Pflichtbewusstsein. Er kämpfte als Offizier der polnischen Streitkräfte und wurde für seine Leistungen im Krieg zum Major befördert. Sie verlor ihren Vater, sah ihr Land bluten und stand fortan an der Seite ihres jüngeren Bruders, der nach dem Tod des Königs die Krone erbte. Jetzt führt Wien sie wieder zusammen. Nicht als Freunde von damals. Nicht als unschuldige junge Menschen aus schöneren Sommertagen. Sondern als ein Mann mit Schuld auf den Schultern und eine Frau, die gelernt hat, Haltung zu bewahren, obwohl der Verrat tief sitzt. Keiner von ihnen hat jemals ausgesprochen, was war, was hätte sein können. Aber was zwischen ihnen steht, lässt sich nicht mehr übersehen. Cyprian z Wilna 29-30 Jahre Major/Kommandant der Sicherheit Ben Barnes
Du warst nie Teil von all dem und dennoch standest du bei ihnen. Als unehelicher Sohn einer Hofdame bekamst du keinen Familiennamen, keinen Titel und keine Anerkennung durch deinen Großvater. Du warst "z Wilna", ein Junge aus Vilnius, den meine Mutter, die Königin, an den Hof holte und an meine Seite stellte.
Gemeinsam wurden wir erwachsen. Wir waren beste Freunde, du mein schlechtester Einfluss, mein Bruder ohne Blut. Später mein Kamerad und Waffenbruder. Wir haben gemeinsam gedient, gelacht, geflucht, gefeiert, gekämpft. Wenn ich mich in Pflicht und der korrekten Haltung verhedderte, warst du derjenige, der einen Witz riss, notfalls einen diplomatischen Eklat riskierte und mich daran erinnerte, dass ich noch lebe. Du bist loyal, dein Humor ist so trocken wie Roggenwodka und du bist pflichtbewusst. Du redest nicht, weil du dich verstecken willst wie ich, sondern weil Schweigen die Stimmung tötet. Du wärst der Mann, der für einen Freund den Wingman macht, selbst wenn er dabei aus Versehen die Tochter eines Herzogs anquatscht. Vielleicht sogar gerade dann. Doch Lettland hat uns verändert. Hat dich verändert. Am letzten Tag des Krieges führte dein Eskadron einen Kampf, der dir Beförderung, Auszeichnung und Schuld zugleich einbrachte. Militärisch war es ein Erfolg, definitiv. Menschlich ist es dein Schatten, den du nicht mehr loswirst. Den du von dort mitgebracht hast. Denn auf der anderen Seite stand das Land einer Frau, die dich nie als Bastard ansah. In Wien bist du nun der Chef der Sicherheit unserer Delegation. Wir stehen wieder Seite an Seite, wissen von den Problemen, den Ängsten und den inneren Dämonen des jeweils anderen. Du siehst, wie sehr mein Vater, der Krieg und meine eigene Hilflosigkeit mich zerreißen. Doch auch du bist nicht frei. Mein Vater, der Regent seit Mutters Tod, hat dir etwas angeboten. Etwas, das ein Mann wie du nicht leicht abschütteln kann: Legitimation, vielleicht sogar einen Titel. Einen Namen. Einen Platz. Alles, was du tun müsstest, wäre ein Auge auf mich zu haben. Und ich ahne nichts. Māra Dagnija Ostenzakena 26-29 Jahre Prinzessin Abigail Cowen
Es gab kein Happy End für dich. Nur Verantwortung. Trauer. Wut. Dein Vater verstarb während des Krieges. Dein jüngster Bruder - nicht bereit für das, was auf ihn wartete - erbte seine Krone. Aber du hast die Verantwortung geerbt. Du standest seitdem immer neben ihm, hast ihn unterstützt. Und hast dich selbst zurückgestellt.
Es gibt viele im Volk, die zu dir aufsehen. Viele, die dich lieben. Viele, die leise denken, dass auch du eine Königin hättest sein können. Vielleicht hättest du es sein sollen. Du bist mutig, volksnah. Sanft, aber eindeutig nicht harmlos. Während wir in Jelgava auf der Südseite lagen, hätten Zypern und ich gewettet, dass es uns nicht verwundern würde, wenn du am Nordufer des Flusses gestanden und uns den Mittelfinger gezeigt hättest. Vielleicht hätten wir damit nicht einmal ganz falsch gelegen. Für uns hattest du schon immer mehr Eier als ein ganzes Regiment polnischer Elitetruppen zusammen gehabt. Vor dem Krieg haben wir uns eine Welt geteilt. Wir besuchten einander, wir feierten miteinander. Sind gemeinsam ausgeritten, haben Gespräche geführt, in denen uns diese ganze Politik einfach mal konnte. Unsere Welt war weniger schwer. Wir waren Freunde. Cyprian war Teil unserer Gruppe, obwohl sein Stand ihn eigentlich hätte ausschließen müssen. Aber du? Du hast ihn nie ausgeschlossen. Vielleicht warst du nett, freundlich. Vielleicht mehr als das. Vielleicht blieben ein Haufen Sachen unausgesprochen, weil es niemals hätte sein dürfen - aber mich brauchtest du das sowieso nie fragen, ich hätte es nicht bemerkt. Dann kam der Krieg. Wir, die Polen, wurden zum Feind. Cyprian und ich trugen plötzlich die Uniform jener, die dein Land überfielen. Dein Vater starb, Lettland blutete und aus alten Erinnerungen wurde etwas, das sich kaum noch ansehen ließ, ohne dass es schmerzte. Jetzt begleitest du deinen Bruder zur großen Konferenz nach Wien. Nach außen hin bist du gefasst, weil dein Land dich braucht. Weil nichts anderes zählt. Weil Würde manchmal das Letzte ist, was einem bleibt. Doch innerlich tut es noch weh. Der Verrat. Du bist verletzt, nachtragend und vermutlich wütender, als du zeigen darfst. Was geschieht, wenn du uns - vor allem Zypern - wieder begegnest? Vergibst du ihm? Hasst du ihn? Lässt du alte Gefühle, die unter Schuld und Stolz begraben liegen, wieder zu? Etwas, das nie hätte sein dürfen und nach dem Krieg sowieso erst recht unmöglich ist? Ich kann dir auf nichts davon eine Antwort geben. Aber die Wunde ist da. Und, Māra? Es tut mir Leid.
Cześć, Sveiki und Hallo!
Gesucht werden zwei Figuren, die eng mit meinem Charakter Deimos Bathóry verbunden sind, aber ausdrücklich ihre eigene Geschichte bekommen sollen. Deimos ist Anschlussfigur, Freund, Konfliktpunkt und Teil der gemeinsamen Vergangenheit, doch im Zentrum stehen Cyprian und Māra: ihre alte Nähe, der Krieg, unausgesprochene Gefühle, Standesgrenzen, Schuld und die Frage, ob man einander wieder begegnen kann, wenn zwischen damals und heute ein Schlachtfeld liegt. Wichtig wären mir bei Cyprian seine Herkunft als unehelicher Sohn einer Hofdame, seine enge Bindung zu Deimos, sein Rang als Major, seine Beteiligung am Lettlandkrieg, seine Rolle bei Meskuiciai und das Angebot von Deimos’ Vater. Ebenso wichtig ist mir die Freundschaft zu Deimos, die Vertrauensbasis und diese Dynamik von Brüdern, die eigentlich keine Brüder sind. Bei Māra sollten ihre Stellung als älteste Königstochter, ihre Nähe zum Volk, ihre Unterstützung ihres Bruders und ihre Verletzung durch den Verrat der alten Freunde erhalten bleiben, während sie versucht herauszufinden, wer sie ist, was sie will und wie sie sich zwischen Politik, Verantwortung, Loyalität und Gefühlen bewegen kann. Die mögliche Romanze/das Pairing soll nicht als fertige Liebesgeschichte starten. Vor dem Krieg gab es Nähe und vielleicht Gefühle, aber nichts Festes. Nach dem Krieg gibt es Wut, Schuld, Stolz und sehr viel Raum für Entwicklung. Ob daraus Annäherung, Hassliebe, Vergebung, endgültiger Bruch oder etwas ganz anderes wird, würde ich gerne gemeinsam im Ingame herausfinden. Wenn du Māra übernimmst, bekommst du damit einhergehend die Länderverantwortlichkeit über Lettland, die du natürlich auch wieder abgeben kannst, falls sich jemand für ihren Bruder findet. Ebenso steht es dir frei, die vorhandenen Länderinformationen an deine Wünsche und Bedürfnisse anzupassen, um aus dem existierenden Lettland „dein“ Lettland zu machen. Namen und Avatare sind verhandelbar. Bei Cyprian fände ich es allerdings sehr witzig, wenn Deimos die Chance bekäme, sich für das ständige „Lisa“ von Cyprian mit einem entsprechenden Spitznamen zu revanchieren. Aus Cyprian würde in Deimos’ Kopf also vermutlich sehr schnell „Zypern“ werden. Und natürlich gibt es neben Deimos noch eine ganze Reihe an Anschlussmöglichkeiten und Verknüpfungen, die sich entweder aus der Geschichte der drei Figuren ergeben oder aus den spontanen Ideen unserer kreativen und Boomer-Guten-Morgen-Gifs liebenden Community. Nach unseren Aktivitätsregeln ist ein Post pro Monat Pflicht. Bei Interesse meldet euch gerne direkt im Gesuch, über unseren Discord-Server oder privat bei mir unter silver4692. Liebe Grüße Silver |
